1. Politik

Krefeld: Krefelder müssen zur Stichwahl

Krefeld : Krefelder müssen zur Stichwahl

Der Nachfolger von OB Gregor Kathstede (CDU) steht erst in zwei Wochen fest.

Die Krefelder müssen am 27. September erneut an die Wahlurne: Bei der Wahl zum Nachfolger von Oberbürgermeister Gregor Kathstede (CDU) erreichte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit. Alledings kam Frank Meyer (SPD) auf 45,0 Prozent, während Peter Vermeulen (CDU) nur 35,2 Prozent erzielte.

Eine Sensation gab es in Neuss: Erstmals in der Nachkriegsgeschichte der Stadt zieht ein Sozialdemokrat ins Rathaus ein. Bei der Kommunalwahl in NRW setzte sich gestern Reiner Breuer (SPD) gegen den Christdemokraten Thomas Nickel durch. Bisher war Neuss fest in CDU-Hand gewesen. In Bonn und Oberhausen lösten dagegen Kandidaten der CDU die SPD-Amtsinhaber ab: So lag der indischstämmige CDU-Mann Ashok-Alexander Sridharan in Bonn mit 50,06 Prozent der Stimmen knapp über der absoluten Mehrheit, während in Oberhausen Daniel Schranz (CDU) mit 52 Prozent vor Apostolos Tsalastras (SPD) das Rennen machte. Oberhausen war fast 60 Jahre von SPD-Politikern regiert worden, Bonn 21 Jahre. Mit Sridharan wird zum ersten Mal ein Politiker mit Migrationshintergrund Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt. In Essen lag Thomas Kufen (CDU) mit 42,5 Prozent vor Amtsinhaber Reinhard Paß (SPD, 33,4 Prozent). Entscheiden wird erst die Stichwahl.

Machtwechsel auch in Leverkusen: Uwe Richrath (SPD) jagte mit 51 Prozent Reinhard Buchhorn (CDU) den Oberbürgermeisterposten ab. In Kevelaer löst Dominik Pichler (SPD) Amtsinhaber Axel Stibi (CDU) ab. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen in Wuppertal muss auch Amtsinhaber Peter Jung (CDU) in die Stichwahl. Nach Auszählung aller Stimmbezirke lag er mit 37,5 Prozent knapp vor Andreas Mucke (SPD), der auf 35,6 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung war durchweg gering. Während in elf kreisfreien Städten gestern der Oberbürgermeister gewählt wurde, findet in Köln der Urnengang wegen des beanstandeten Wahlzettels erst am 18. Oktober statt. In 155 Städten stand der Bürgermeister-Posten zur Wahl. Hinzu kam die Wahl der Landräte in elf Kreisen.

(RP)