1. Politik
  2. Deutschland

Kanzleramtschef Helge Braun kündigt Kandidatur für CDU-Vorsitz an

Bei Sitzung der hessischen CDU : Auch Kanzleramtschef Braun verkündet Kandidatur für CDU-Vorsitz

Der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun kandidiert für das Amt des CDU-Vorsitzenden. Das gab er an diesem Freitag auch offiziell bekannt. Ebenfalls am Freitag hatte Norbert Röttgen seine Kandidatur verkündet.

Der 49-jährige Braun kündigte seine Kandidatur am Freitag in einer Sitzung des Landesvorstands der hessischen CDU an, wie der Landesvorsitzende Volker Bouffier mitteilte. Braun habe auch seine inhaltlichen und organisatorischen Vorstellungen zur Erneuerung der CDU vorgestellt. „Mit dieser Kandidatur erhalten die Mitglieder der CDU Deutschlands ein profiliertes Personalangebot mit langjähriger Regierungs- und Parteierfahrung“, hieß es in einer Mitteilung Bouffiers.

Bereits am Donnerstag hatte Braun seine Kandidatur bekannt gegeben. Offiziell nominiert werden soll Braun von seinem Heimatverband Gießen. Er gilt als enger Vertrauter der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Ebenfalls am Freitag hatte sich Norbert Röttgen geäußert. Der 56-jährige Bundestagsabgeordnete kündigte als erster seine Kandidatur für die Nachfolge von Parteichef Armin Laschet an. Erwartet wird ferner, dass auch der frühere Unionsfraktionschef im Bundestag, Friedrich Merz, eine Kandidatur anmelden wird. Er hat sich dazu bislang aber noch nicht genau geäußert.

Mit Laschet als Kanzlerkandidaten hatte die Union bei der Bundestagswahl ein historisch schlechtes Ergebnis von 24,1 Prozent eingefahren. Laschet gibt daher den Parteivorsitz nach einem Jahr wieder ab. Der frühere NRW-Ministerpräsident ist jetzt nur noch einfacher Abgeordneter im Bundestag.

Gewählt werden soll der neue Vorsitzende der momentan rund 400.000 Mitglieder zählenden CDU bei einem Bundesparteitag am 21. Januar in Hannover. Davor will die CDU erstmals in ihrer Geschichte eine Mitgliederbefragung durchführen. Dort wird faktisch die Entscheidung fallen, wer künftig an der Spitze der Partei stehen wird. Unterlegene Bewerber sollen beim Parteitag nicht mehr antreten.

(top/dpa)