Friedrich Merz - aktuelle News und Infos zum CDU-Politiker

Friedrich Merz - aktuelle News und Infos zum CDU-Politiker

Foto: dpa/Wolfgang Kumm

Friedrich Merz

Ammersee oder Spree? Söder, Merz und die K-Frage
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Friedrich Merz will Ukraine mit Kampfjets unterstützen
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Wer ist Friedrich Merz?

Der Sauerländer Merz ist ein Wirtschaftsjurist, ein langjähriger Bundespolitiker der CDU, und war nach seinem Ausscheiden als Mitglied aus dem Deutschen Bundestag im Jahr 2009 wieder als Wirtschaftsanwalt und Unternehmensberater sowie als Aufsichtsratsvorsitzender und Lobbyist für Black Rock, den größten Vermögensberater der Welt, tätig. Nach dem angekündigten Rücktritt von Angela Merkel als Vorsitzender der CDU Deutschland bewarb er sich 2018 um den CDU-Vorsitz, unterlag dort in der Stichwahl der späteren CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Als diese im Februar 2020 ankündigte, im Laufe desselben Jahres den CDU-Vorsitz abzugeben, bewarb sich Merz erneut als Kandidat. Seine Mitbewerber Armin Laschet und Norbert Röttgen kommen wie er aus Nordrhein-Westfalen.

Wann wurde Friedrich Merz geboren?

Merz wurde am 11. November 1955 in Brilon im Sauerland geboren. Die konservative Prägung und die Juristerei wurden dem ältesten von vier Kindern der Familie bereits in die Wiege gelegt. Sein Vater Joachim Merz war Richter am Landgericht Arnsberg und bis 2007 CDU-Mitglied. Seine Mutter Paula Merz entstammt der in Brilon alteingesessenen Familie Sauvigny. Sein Großvater Josef Paul Sauvigny war Verwaltungsjurist und von 1917 bis 1937 Bürgermeister von Brilon. Das Haus Sauvigny gehört seit über 100 Jahren zu den einflussreichsten und wohlhabendsten Familien der Region.

Was hat Friedrich Merz studiert?

Der Tradition seiner Familie folgend studierte Merz nach seinem Abitur 1975 am Friedrich-Spee-Gymnasium in Rüthen und seinem 15-monatigen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr von 1976 bis 1982 Rechtswissenschaften an den Universitäten in Bonn und Marburg. Sein erstes juristisches Staatsexamen legte er 1982 ab, dem das Referendariat von 1982 bis 1985 folgte. Währenddessen war er unter anderem am Landgericht Saarbrücken tätig. Mit dem erfolgreichen zweiten juristischen Staatsexamen in der Tasche war er ab 1985 ein Volljurist.

Als Jura-Student war er Stipendiat der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Während seiner Studienzeit schloss er sich der Katholischen Deutschen Studentenverbindung (KDSt) Bavaria Bonn an. Er ist auch nach seinem Abschluss Mitglied geblieben und war als Festredner zum Festakt anlässlich des 175-jährigen Bestehens der Burschenschaft im Jahr 2019 eingeladen.

Wie fing die politische Karriere von Friedrich Merz an?

Schon als Jugendlicher interessierte sich Merz für Politik. 1972 trat er in die CDU ein und engagierte sich intensiv in der Jungen Union (JU) Brilon. Vorsitzender der JU seiner Heimatstadt war der spätere Spitzenpolitiker allerdings nur ein Jahr, nämlich 1980.

Als verhaltensauffälliger Schüler (weshalb er 1971 auch das Gymnasium Brilon verlassen musste), als Jugendlicher mit schulterlangen Haaren und Motorrad, mit seiner Vorliebe für Rockmusik und der ersten Zigarette mit 14 Jahren repräsentierte Merz in den frühen 1970er Jahren nicht unbedingt das sehr konservative Bild seines katholischen Elternhauses. Wie viele Jugendliche anderswo im Land begehrte auch der junge und antiautoritäre Merz gegen sein Elternhaus und die Schule auf, wie er in einem Tagesspiegel-Interview im Jahre 2000 - zehn Monate nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der CDU-Bundestagsfraktion - freiheraus erzählte. Nach der Veröffentlichung dieses Interviews wurden diverse seiner Aussagen über das Leben des "jungen Friedrich Merz" von einem Jugendfreund - nach Merz‘ Aussage ein damaliger Jungsozialist - allerdings stark in Zweifel gezogen.

Bis zu seiner ersten Kandidatur um den CDU-Vorsitz der Bundespartei war der Sauerländer vor allem parlamentarisch politisch tätig. Von 1989 bis 1994 war er Mitglied des Europäischen Parlaments, 1994 war er erstmals Kandidat für den Deutschen Bundestag, dem er bis 2009 als Mitglied angehörte. Seinen Wahlkreis im Hochsauerlandkreis gewann er bei allen Wahlen und zog als direkt gewählter Abgeordneter in den Bundestag ein.

Für die CDU/CDU-Bundestagfraktion war Merz zunächst von 1996 bis 1998 Obmann im Finanzausschuss. Nach der Bundestagswahl 1998 wählte ihn die Fraktion zum stellvertretenden Vorsitzenden und 2000 dann als Nachfolger von Wolfgang Schäuble zum Vorsitzenden. Damit wurde Merz der Oppositionsführer im Bundestag während der rot-grünen Regierungskoalition mit Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Nach der Bundestagswahl 2002 beanspruchte Angela Merkel als Bundesvorsitzende den Fraktionsvorsitz für sich. Merz wurde zu ihrem Stellvertreter gewählt. Von einer einvernehmlichen Lösung bei dieser Postenvergabe ist allerdings keine Rede. Eher stellt dieser Vorgang den Bruch zwischen Merkel und Merz dar. Im Dezember 2004 trat Merz vom stellvertretenden Fraktionsvorsitz zurück. Obwohl er 2005 erneut für den Bundestag kandidierte, zog sich der Politiker nun in die zweite Reihe zurück und kündigte bereits zur Hälfte der Legislaturperiode an, sich zur Wahl 2009 nicht mehr für ein Bundestagsmandat zu bewerben.  

Was macht Friedrich Merz neben seiner politischen Karriere?

Nach seinem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag 2009 wurde es zunächst still um seine Person. Der Jurist konzentrierte sich auf seine Tätigkeiten als Rechtsanwalt und Unternehmensberater in der freien Wirtschaft.

Bis 2014 arbeitete Merz für die internationale Kanzlei Mayer Brown LLP. Im Jahr 2010 wurde er zunächst zum Verwaltungsrat und später zum Aufsichtsrat des Düsseldorfer Bankhauses HSBC Trinkhaus & Burkhardt berufen. Im selben Jahr wurde er vom Bankenrettungsfonds Soffin beauftragt, den Verkauf der staatlichen WestLB an einen privaten Investor abzuwickeln. Da hierfür auch Verhandlungen mit HSBC Trinkaus & Burkhardt aufgenommen wurden, beendete er seine Aufsichtsratstätigkeit, auch wenn er einen Interessenkonflikt zurückwies.

Merz gehörte mehreren Aufsichtsräten, Beiräten oder Verwaltungsräten von Großkonzernen an, unter anderem der Deutschen Börse AG, Commerzbank AG, der DBV Holding AG, der IVG Immobilien AG und der AXA Konzern AG. Nach der nordrhein-westfälischen Landtagswahl 2017 wurde er von der neuen schwarz-gelben Landesregierung für den Aufsichtsratsvorsitz des Flughafens Köln/Bonn vorgeschlagen und schließlich auch in das Amt berufen.

Ebenfalls kurz nach dem Regierungswechsel beauftragte ihn der neue NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, die Auswirkungen des Brexit für das Land Nordrhein-Westfalen zu betrachten und zu koordinieren. Es war die erste politische Funktion seit seinem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag. Als Merz 2019 zum Vizepräsidenten des Wirtschaftsrats der CDU gewählt wurde, übernahm er erstmals wieder ein Amt innerhalb der Parteiorganisation.

Im privaten Leben sei er außerdem ein guter Koch, wie seine Ehefrau Charlotte Merz in einem Welt-Interview im September 2020 verriet. Sein Lieblingsgericht: Spaghetti Frutti di Mare. Außerdem besitzt Merz eine Privatpilotenlizenz, ist Funkamateur und spielt Klarinette. Als Jugendlicher spielte er zunächst E-Gitarre, später Posaune - auch in einer Marschkapelle auf Schützenfesten.

Ist Friedrich Merz verheiratet?

Friedrich Merz ist seit 1981 mit Charlotte Merz verheiratet. Im Sommer 1980 hatten sich beide auf einer Party eines seiner Kommilitonen kennengelernt. Charlotte Merz ist sechs Jahre jünger als ihr Mann, ebenfalls Juristin und im Beruf mittlerweile Direktorin des Amtsgerichts Arnsberg. Das Ehepaar hat seinen Hauptwohnsitz seit 1994 in Arnsberg und besitzt zudem ein Ferienhaus am Tegernsee.

Hat Friedrich Merz Kinder?

Das Ehepaar Merz hat drei erwachsene Kinder. Als Charlotte Merz mit dem ersten Kind, Sohn Philippe, schwanger war, war sie erst Anfang 20 und befand sich noch mitten in ihrem Studium.

Wie verlief seine Kandidatur für den CDU-Partei-Vorsitz?

Als im Laufe des Jahres 2018 bereits der Rückhalt innerhalb der CDU für Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel bröckelte und Kritik lauter wurde, unter anderem durch das schlechte Ergebnis von CDU und CSU bei den Landtagswahlen in Hessen und Bayern sowie eines sich abzeichnenden Umfrage-Debakels im Bund, wurde Friedrich Merz von Parteifreunden öffentlich bereits als potenzieller Kanzlerkandidat gehandelt.

Am 30. Oktober 2018 kündigte Merkel an, auf den CDU-Vorsitz zu verzichten. Noch am selben Tag erklärte Merz offiziell seine Bereitschaft, als CDU-Vorsitz-Kandidat anzutreten. Auf dem Bundesparteitag vom 7. Dezember 2018 in Hamburg wurde die neue CDU-Führung gewählt. Neben dem politischen Rückkehrer kandidierten die damalige Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Insgesamt hatten sogar zwölf CDU-Mitglieder ihr Interesse an einer Kandidatur als CDU-Vorsitzender bekundet, letztlich nominiert von einem CDU-Verband und beim CDU-Parteitag angetreten ist dann nur dieses Trio.

Im Vorfeld stellten sich Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz bei acht Regionalkonferenzen der CDU den Mitgliedern vor. Seine Redegewandtheit auf dem Podium stärkten Merz' Umfragewerte und seine Aussichten, neuer CDU-Chef zu werden. Beim Parteitag in Hamburg allerdings präsentierte sich der Politprofi mit einer eher schwachen Rede. Nachdem im ersten Wahlgang keiner der drei CDU-Kandidaten die absolute Mehrheit erhielt und Jens Spahn als Drittplatzierter nicht für den zweiten Wahlgang qualifiziert war, erhielt Merz in der Stichwahl 48,25 Prozent der Delegiertenstimmen und verlor die Abstimmung somit gegen Kramp-Karrenbauer.

Trotz einer neuen CDU-Vorsitzenden blieb der Kanzler-Konkurrent Merz weiter im Gespräch. Als Annegret Kramp-Karrenbauer am 10. Februar 2020 nach zunehmender Kritik an ihr ankündigte, im Laufe des Jahres den Parteivorsitz abzugeben, erklärte Merz am 25. Februar 2020, erneut für die CDU-Spitze zu kandidieren. Als weiterer Bewerber ging der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und stellvertretende Bundesvorsitzende, Armin Laschet, ins Rennen. Den ebenfalls für eine erneute eigene Kandidatur gehandelten Jens Spahn stellte Laschet als seinen gewünschten Vizevorsitzenden vor. Neben Merz und Laschet gab auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen seine Kandidatur bekannt.  

Ein angedachter Sonderparteitag zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden wurde aufgrund der ab März 2020 sich stark verbreitenden COVID-19-Pandemie nicht durchgeführt. Schließlich wurde auch der ohnehin für Dezember geplante Parteitag in Stuttgart aufgrund der zweiten Welle der Corona-Pandemie auf das nächste Jahr 2021 verschoben. Am 16. Januar verlor Friedrich Merz auf dem digitalen CDU-Parteitag gegen seinen Herausforderer Armin Laschet die Stichwahl mit 466 zu 521 Stimmen.

In der Diskussion um die Wahl eines CDU-Parteivorsitzenden spielt auch immer das ungeschriebene Gesetz eine Rolle, wonach der CDU-Chef auch Kanzlerkandidat seiner Partei sein sollte. Für die Bundestagswahl 2021 ist Friedrich Merz dieser Wille genauso zuzuschreiben wie Armin Laschet und Norbert Röttgen. Mit CSU-Chef Markus Söder ist aber innerhalb der Unionsparteien ein Mitbewerber im Gespräch. Markus Söder hat als bayerischer Ministerpräsident durch seine teils striktere Politik in der Corona-Pandemie gegenüber der Bundeskanzlerin und dem NRW-Ministerpräsidenten Laschet auch in der CDU Unterstützer gefunden.

Wie viel verdient Friedrich Merz und wie reich ist der CDU-Politiker?

Kurz nach der Bekanntgabe seiner ersten Kandidatur für den CDU-Vorsitz beim Bundesparteitag 2018 erklärte Merz, er sei Vermögensmillionär und zähle sich damit zur "gehobenen Mittelschicht". Journalisten, Finanzberater und Ökonomen schätzten, dass er zuletzt rund eine Millionen Euro im Jahr verdient habe, was unter anderem auf seine hochdotierte Tätigkeit für den Vermögensverwalter Black Rock und anderer Aufsichtsratsposten zurückzuführen lässt.

Aber auch für seine Beratertätigkeit beim Verkauf der WestLB soll er ein Tageshonorar von 5000 Euro bekommen und insgesamt fast zwei Millionen Euro dabei verdient haben. Dies und der Umstand, dass es sich hierbei um Steuergelder handelte, stieß auf öffentliche Kritik. Die ZDF-Sendung "Frontal 21" recherchierte, er habe den Tagessatz auch samstags und sonntags erhalten. Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) erklärte, ein solcher Tagessatz sei zwar "an der oberen Grenze", aber nicht völlig unüblich.

Für welche Skandale sorgte Friedrich Merz?

Seine Tätigkeiten für HSBC Deutschland (bzw. HSBC Trinkaus & Burkhardt) und Black Rock werden häufig kritisiert. Gegen HSBC Deutschland ermittelt seit 2016 die Staatsanwaltschaft wegen der sogenannten Cum-Ex-Geschäfte und dem damit verbundenen Steuerbetrug. Auch Black Rock soll in die Cum-Ex-Praktiken verwickelt gewesen sein. Merz verweist darauf, dass er den Aufsichtsratsvorsitz bei dem Vermögensverwalter aber erst im März 2016 und damit nach den möglichen Verwicklungen in den Cum-Ex-Skandal angetreten habe.

Der CDU-Politiker Friedrich Merz sorgte während seiner Zeit im Deutschen Bundestag selbst innerhalb seiner Partei und Fraktion für Kontroverse. Im Jahr 2000 forderte er wiederholt, dass die Deutschen zukünftig bis zum 70. Lebensjahr arbeiten sollten. Auch wollte er die Renten genauso wie die Beamtenpensionen voll besteuern. Im Jahr 2004 wagte der spätere Kandidat um den CDU-Parteivorsitz den Vorstoß zur Abschaffung des Kündigungsschutzes.

Eine klare Haltung vertrat Merz, als er 2018 den Preis der Ludwig-Erhard-Stiftung für seine Verdienste um die soziale Marktwirtschaft ablehnte. Generell tue er sich schwer mit Auszeichnungen, hieß es aus Jury-Kreisen, aber vor allem wollte er nicht mit dem damaligen Stiftungsvorsitzenden Roland Tichy auf einer Bühne stehen. Tichy wird häufig dafür kritisiert, mit seinem Meinungsportal "Tichys Einblick" die Grenze zum Rechtspopulismus zu überschreiten. Seine Ablehnung des Preises war ein bis dahin beispielloser Vorgang in der Stiftungsgeschichte. In der Folge traten mehrere Jury-Mitglieder aus dem Gremium aus.

Ein aufsehenerregendes Rededuell lieferte sich Merz mit der Klimaaktivistin Luisa Neubauer, der Sprecherin der deutschen "Friday for Future"-Bewegung. In der Talkshow von Markus Lanz am 20. Juni 2020 empfahl der CDU-Vorsitz-Kandidat Merz der jungen Frau, in die Politik zu gehen. Als wirtschaftsliberaler Politiker glaubt Merz nicht, dass allein durch Verbote, Regulierung und Strafzahlungen die Ziele des Klimawandels erreichbar sind.

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