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Xanten: Stadtcafé steht für 1,78 Millionen Euro zum Verkauf

Gebäude mit Siegfriedmosaik : Xantener Stadtcafé steht zum Verkauf

Das Stadtcafé gehört zu den bekannten Adressen in Xantens Innenstadt. Die Eigentümer suchen einen Käufer für das gesamte Gebäude. Das Café soll erhalten bleiben. Deshalb haben sie ein Angebot auch schon abgelehnt.

Eine bekannte Immobilie in Xantens Innenstadt steht zum Verkauf: das Gebäude mit dem Stadtcafé und dem Siegfried-Mosaik. Aus gesundheitlichen Gründen suchen die beiden Eigentümer einen Käufer dafür, wie Klaus Silberner-Porozynski von Postbank Immobilien berichtet. Es gebe auch schon Gespräche mit Interessenten, erklärt der Makler. Das Gebäude am Marktplatz solle aber nur an jemanden verkauft werden, der auch das Stadtcafé weiter betreibe. Die Eigentümer hätten in den vergangenen zehn Jahren etwas aufgebaut, das wollten sie erhalten wissen. „Die Tradition des Stadtcafés soll fortgesetzt werden.“ Deshalb sei auch schon ein Angebot eines Interessenten abgelehnt worden. Es gebe aber Gespräche mit einem anderen möglichen Käufer.

Verkauft wird das gesamte Gebäude: „Dieses beinhaltet das Café – auf zwei Ebenen verteilt – und vier Wohnungen im zweiten Obergeschoss und Dachgeschoss“, erklärt der Anbieter in der Immobilienanzeige. Die Wohnungen in den oberen Etagen stünden leer, „um flexible Nutzungsmöglichkeiten realisieren zu können“. Sie könnten zu Apartments umgebaut werden, um sie als Fremdenzimmer zu vermieten. „Die Voraussetzungen bietet die hervorragende Lage in dem beliebten Ausflugsort Xanten“, erklärt der Anbieter. Diesen Plan hätten auch schon die Eigentümer gehabt, aber nicht mehr umsetzen können, bevor die gesundheitlichen Probleme begonnen hätten. „Das Stadtcafé soll aber definitiv erhalten bleiben.“ Als Kaufpreis werden in der Anzeige 1,78 Millionen Euro genannt, inklusive des Café-Betriebs und des Inventars. Das Grundstück ist etwa 255 Quadratmeter groß. Die Gesamtfläche – Wohnungen und Café – liegt bei rund 729 Quadratmeter. Der Anbieter bewirbt das Gebäude als „einmalige Gelegenheit mit sehr viel Potential und Möglichkeiten für einen Eigennutzer / Betreiber und für einen Kapitalanleger mit Weitsicht“.

 Unter Denkmalschutz: das Siegfried-Mosaik.
Unter Denkmalschutz: das Siegfried-Mosaik. Foto: Armin Fischer ( arfi )

Das Haus stammt aus dem Jahr 1954. Das Mosaik steht unter Denkmalschutz, das übrige Gebäude nicht. Früher war es ein Hotel. Seit vielen Jahren befindet sich das Stadtcafé im Erd- und Obergeschoss. Die Eigentümer beschreiben es als traditionsreiches Café-Haus mit hauseigener Konditorei. Wegen des Lockdowns ist es geschlossen, wie andere Gastronomiebetriebe auch. Es könne sofort wieder öffnen, die hauseigene Konditorei und Mitarbeiter warteten schon „sehnsüchtig auf das Ende des Lockdowns“ und stünden bereit, erklärte Makler Silberner-Porozynski. Die Eigentümer planten eine „weiche Übergabe“ mit den Käufern und würden sie einarbeiten.

(wer)