Xanten: Propst Klaus Wittke verabschiedet sich

Propst Wittke verabschiedet sich aus Xanten : „Ohne den Dom kann ich nicht leben“

Propst Wittke verabschiedet sich aus Xanten, will aber regelmäßig zu Besuch kommen.

Er wollte keinen großen Abschied haben, dennoch haben zahlreiche Gläubige am Mittwochabend zusammen mit Propst Klaus Wittke dessen letzten Gottesdienst im Xantener St. Viktor Dom gefeiert. Schon nach der Begrüßung gab es für Wittke spontanen Applaus. Er habe den Vorsatz, versprach Wittke, immer mal wieder nach Xanten zu kommen: „Ohne den Dom und die Menschen, die dazugehören, kann ich nicht leben.“

Weihbischof Rolf Lohmann dankte Wittke in seiner Predigt auch im Namen von Bischof Felix Genn für den Dienst in Xanten. „Hier Pfarrer und Dompropst zu sein, ist eine starke und besondere Aufgabe“, verdeutlichte Lohmann, „es ist eine herausfordernde Stelle im Leben eines Priesters.“ Wie schon in seinen früheren Stationen habe Wittke „alles gegeben“, der Dom habe ihn beeindruckt, beseelt und inspiriert. Und gerne wäre Wittke noch länger in Xanten geblieben. Aber durch den Schlaganfall vor rund einem Jahr sei dies nicht mehr möglich gewesen. „Auch in der Akademie Klausenhof, zu der Du nun als Seelsorger gehst, wirst Du weiter segensreich wirken und Deine Talente in der Verkündung des Evangeliums einbringen.“ Es sei eine besondere Stärke Wittkes, dass er immer nah bei den Menschen sei und fähig, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Bei einem Abschied stelle sich auch immer die Frage, wie es weitergeht, sagte Lohmann weiter. „Es geht weiter. Die große Geschichte des Domes und der Pfarrei endet nicht mit Propst Wittke, mit keinem von uns.“ Noch in diesem Jahr werde sich ein möglicher Nachfolger bei den zuständigen Gremien der Pfarrei vorstellen. Anfang des nächsten Jahres könne ein Nachfolger seinen Dienst antreten. Dennoch, sagte der Weihbischof, müsse sich die Kirche überall, so auch in Xanten, neu aufstellen. Die Verantwortung müsse immer mehr in die Hände der gesamten Gemeinde gelegt werden, dazu seien die Mitglieder durch Taufe und Firmung berufen. Wichtig sei es, gerade auch mit den Menschen zu reden, die von der Kirche enttäuscht seien. „Wir alle haben dafür Sorge zu tragen, dass die Geschichte der Kirche in die Zukunft getragen wird“, appellierte der Weihbischof an die Gläubigen, die abermals spontan applaudierten. An Wittke gewandt verabschiedete sich Lohmann: „Mit Wehmut lassen wir Dich ziehen, mit Respekt blicken wir auf Dein Wirken hier.“ Zum Ende des Gottesdienstes bedankte sich auch Kaplan Potowski im Namen der gesamten Pfarrei bei Wittke. Der wiederum dankte für die vielfältige Unterstützung und erklärte: „Der Abschied fällt mir nicht leicht, ich war immer gerne hier.“  

(RP)