Joker-Tor entscheidet Spiel : GSV Moers verdient sich den „Dreier“ gegen Fichte Lintfort

Fußball-Landesliga: Die Hausherren setzten sich mit 1:0 durch ein Joker-Tor durch. Kevin Sonneveld war in der 57. Minute per Freistoß zur Stelle.

Der GSV Moers kann doch noch zu Hause gewinnen. Nach fünf vergeblichen Versuchen beendete der Fußball-Landesligist seine Durststrecke am Sonntag durch einen 1:0 (0:0)-Derbysieg gegen Fichte Lintfort.

In der ersten Halbzeit hatte das von Fouls und lautstarkem Reklamieren geprägte Lokalduell nur wenige Höhepunkte. Nach 16 Minuten vergab Ekrem Aksu die Riesenchance zur Moerser Führung, als er mit einem halbhoch geschossenen Elfmeter an Keeper Marian Gbur scheiterte. Zuvor war Pascal Sikorska im Strafraum gefoult worden. Sikorska bediente kurz darauf noch mit einer Flanke Andreas Isailovic, dessen Kopfball knapp am Fichte-Gehäuse vorbei flog (24.).

Nach Wiederanpfiff hatten die Gäste ihre beste Phase. Außenverteidiger Timo Friede schoss von der Strafraumgrenze knapp über das GSV-Gebälk (49.). Und nur eine Minute zielte Dennis Schmitz nach einem schön anzusehenden Sololauf knapp vorbei. Und dann kam der große Auftritt des Moerser Jokers: Kevin Sonneveld, nur drei Minuten zuvor eingewechselt, schoss einen Freistoß aus etwa 18 Metern Tor-Entfernung sehenswert über die Fichte-Mauer zum 1:0 ins Netz (57.). Anschließend hätte Aksu das 2:0 erzielen müssen, aber nach einem Querpass von Andre Hecker brachte er den Ball aus kurzer Distanz nicht an Gbur vorbei (71.).

Glück hatten die Gäste kurz darauf, denn nach einem Zusammenprall zwischen Ibrahim Üzüm und Marvin Ehis entschied Schiedsrichter Cedrik Pelka auf „Weiterspielen“, während sich wohl kaum ein Lintforter über den zweiten Elfmeter für die Hausherren beschwert hätte. Bis zum Schluss blieb Fichte ohne nennenswerten Abschluss. Shawn Rume schoss einmal über die Latte (84.), und Tim Konrad brachte keinen Druck hinter seinen Kopfball (90.).

„Unser Sieg ist verdient. Es ist uns sehr gut gelungen, die Lintforter Offensive aus dem Spiel zu nehmen“, freute sich GSV-Trainer Thorsten Schikofsky nach dem Schlusspfiff. „Allerdings hätten wir das 2:0 machen müssen, um das Spiel zu entscheiden. So mussten wir noch unnötig zittern“, schob er noch hinterher. Sein Gegenüber Sven Schützek erkannte an: „Die Moerser wirkten einen Tick entschlossener als wir. Das hat den Unterschied ausgemacht. Trotzdem war es für mich ein Remis-Spiel. Der Freistoß war super geschossen.“

GSV Moers: Di Giovanni; Altun, Bodden, Isailovic, Schuster, Üzüm, Erol, Hecker, Sikorska (85. Jellessen), Aksu (80. Drauschke), Kästner (54. Sonneveld).

Fichte Lintfort: M. Gbur; Öczelik, L. Rume, Yavuz, Friede, Schmitz (67. Ehis), Witte , Serr,a (60. Yamamoto) Konrad, Kapuscinski (46. S. Rume), Ortstadt.

(BB)
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