Hockey-Herren des TuS 08 Rheinberg spielen in der 3. Verbandsliga

Für Rheinberger beginnt am Wochenende die Saison : Hockey-Herren des TuS 08 stehen wieder vor schwerer Saison

Am Sonntag steht für die Mannschaft das erste Punktspiel an. Der Wunsch nach einem Kunstrasen-Platz ist weiter groß.

Rheinberg Es wird wohl wieder eine Hallen-Spielzeit mit vielen Gegentreffern sein, die vor den Hockey-Herren des TuS 08 Rheinberg liegt. Am Sonntag beginnt die neue Meisterschaftsrunde in der 3. Verbandsliga. Um eine Mannschaft stellen zu können, wurden einige Talente aus der A-Jugend hochgezogen. Auch der Nachwuchs des Vereins startet am Wochenende in die Saison. Die Mädchen C des TuS 08 sind gleich Ausrichter der ersten Spielrunde in der 3. Bezirksliga.

Auf Alessandro Gorres, der etatmäßige Schlussmann der Herren-Mannschaft, wird viel Arbeit zukommen. In der abgelaufenen Spielzeit hatten die Rheinberger alle Partien verloren. „Wir stellen uns auf eine Übergangssaison sein“, sagt Jugendwart Willi Bourgund. In der übernächsten Punkt-Spielrunde 2019 sollen weitere Talente in die „Erste“ aufrücken. Dann, so stellen es sich die Verantwortlichen vor, wird der Kader breiter aufgestellt sein als jetzt. So werden Marcel Emmerichs und Max Schicht öfter ausfallen, weil sie als Schiedsrichter unterwegs sind. Sie dürfen Partien bis zur Regionalliga leiten.

Andreas Sadowski und Yannik Husmann führen das Team als Spielertrainer an. Auf Routinier Johannes Püttmann können sie nicht mehr zurückgreifen. Er läuft nur noch für die Senioren-Mannschaft des Crefelder HTC auf. „Ich werde schließlich im nächsten Jahr 60“, sagt der Rheinberger, der mittlerweile die deutsche M55- und M50-Nationalmannschaft als Teammanager bei großen Turnieren begleitet. In dieser Funktion wird er im Februar zur Hallen-WM nach Hongkong reisen. 2019 bei der Feld-EM der M60-Teams in Belgien möchte Püttmann nochmals als Verteidiger auf dem Kunstrasen mitmischen.

Apropos Kunstrasen. Das Thema ist in der Hockey-Abteilung des TuS 08 immer noch aktuell. Bourgund redet vom „Prinzip Hoffnung“. Seit 20 Jahren wünschen sich Trainer, Spieler und Vorstand einen Kunstrasen-Platz. „Im Ruhrbezirk sind nur noch wir und ein Bochumer Verein ohne Kunstrasen. In den Sommerferien laufen uns deshalb regelmäßig Mitglieder weg. Es ist nicht einfach, die Leute zusammenzuhalten. Irgendwann hat man keine Lust mehr“, sagt Bourgund, der aber nicht resignieren, sondern weitermachen möchte. Im Zuge der Neugestaltung der Anlage am Schulzentrum wird auch über den Bau eines Kunstrasens nachgedacht. „Aber ob ich das noch erlebe? In Rheinberg mahlen die Mühlen sehr langsam“, meint der Jugendwart.

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