Trainer Bothen wäre mit Remis einverstanden : Sonsbeck II ist bereit fürs Spitzenspiel

Fußball-Kreisliga A: Der Zweite will den Dritten Scherpenberg II im direkten Duell auf Distanz halten. Concordia Ossenberg erwartet den Tabellenführer. Der SV Orsoy und SV Millingen vermelden Neuzugänge. 

Etwas unheimlich ist Johannes Bothen der Blick auf die Tabelle schon. „Eigentlich noch ein bischen früh, um sich über Platz zwei zu freuen“, sagt der Trainer des SV Sonsbeck II. „Weil alles noch so eng zusammen ist“, schiebt er gleich als Erklärung nach. Allzu sicher sollte sich tatsächlich keine Mannschaft auf den vorderen Plätzen der Kreisliga A sein, dass sie Weihnachten mit den besten Aussichten auf einen Bezirksliga-Aufstieg feiern darf. Bis dahin sind es noch vier Spieltage. Und selbst die vorletzte Runde der ersten Saison-Hälfte, die am Sonntag ausgespielt wird, wird noch keine Lösung der Frage bieten, wer sich bald „Herbstmeister“ nennen darf – dafür kommen noch fünf Mannschaften in Frage.

Sonsbeck II muss beim Dritten SV Scherpenberg II antreten – die beiden Landesliga-Zweitvertretungen streiten sich um den zweiten Rang. Im Gepäck haben die Gäste zwei Punkte Vorsprung. „Wir fahren nach Scherpenberg, um den Abstand zu wahren“, gibt Bothen die Marschroute bekannt. Den Verfolger auf Distanz zu halten, kein schlechter Gedanke, aber mit Schwierigkeiten versehen. Immerhin hat sich Sonsbecks Trainer da einige Ideen parat gelegt.

Der Coach hat den sonntäglichen Kontrahenten bei dessen 3:1-Sieg in Veen unter die Lupe genommen. Die Offensive hat ihm imponiert; er wird seine Abwehrstrategen auf schnelle Außenstürmer einstellen. Und seinen Angriffskräften wird er mit auf den Weg geben, dass sie ihre Chancen erhalten und dann auch nutzen sollten. Bothens Meinung: „Es wird schwer, Scherpenberg zu schlagen. Aber es ist ja auch nicht leicht, gegen uns zu gewinnen.“ Gute Nachrichten von den zuletzt angeschlagenen Akteuren: Lukas Maas, Sebastian Hulstein und Christian Quernhorst sollten wieder mitwirken können.

Bis zur vergangenen Woche gehörte Concordia Ossenberg ebenfalls zu den Kandidaten um die vorderen Plätze. Das 1:2 beim Nachbarn aus Orsoy hat dem bis auf weiteres einen Riegel vorgeschoben. Besonders ärgerlich: Die Niederlage kam erst in allerletzter Minute zustande. „Okay, wir hatten ordentlich Frust in den Backen“, gibt Trainer Björn Quint zu, „aber den werden wir bis Sonntag abgeschüttelt haben.“ Wäre gut, denn der Gegner an der Schlossstraße ist der Spitzenreiter höchstpersönlich. Quint sieht‘s gelassen. „Ich kenne meine Pappenheimer, die muss ich gegen den Rumelner TV nicht motivieren.“

Selbst wenn zwei wichtige Akteure fehlen werden. Jan Strüngmann hat sich in den Kurzurlaub verabschiedet, Jesse Sticklat gegen Orsoy seine fünfte gelbe Karte eingesammelt. Und richtig gut war die Bilanz der letzten Wochen mit drei Niederlagen denn auch nicht. Quint weiß die Negativ-Serie einzuschätzen. „Wir sind nicht verrückt geworden, als wir oben an der Spitze standen. Und wir werden nicht verrückt werden, wenn es mal drei Wochen lang nicht klappt.“

Nach der Niederlage gegen Scherpenberg hat sich Borussia Veen in den punktgleichen „Dreierclub“ auf den Rängen drei bis fünf einsortiert. Der Kontakt an die Spitze bleibt erhalten, wenn das Heimspiel gegen den SV Büderich erfolgreich bestritten wird. Veens Trainer Christian Hauk bangt um Patrick Bertsch und Julian Meier, die beim 1:3 verletzt ausschieden. Ein Zähler wäre für die Gäste vermutlich ein akzeptables Ergebnis, und er läge auch im Trend: in der vergangenen Saison hieß es zwischen den Rivalen zweimal 1:1.

Auf seinen „Angstgegner“ trifft der SSV Lüttingen. Zu Gast ist die SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen, gegen die der SSV in den letzten fünf Aufeinandertreffen unterlag. Gegen den Tabellenvierten wird Oliver Tittel weiterhin rot-gesperrt zuschauen müssen.

Viktoria Alpen empfängt am Sonntag die Mannschaft, die in den vergangenen Wochen für die Spektakel in der Liga verantwortlich war. Der VfL Rheinhausen reist mit der Empfehlung von 29 Toren an, die in seinen drei letzten Begegnungen gefallen sind.

Der SV Orsoy, am Sonntag beim FC Rumeln-Kaldenhausen zu Gast, hat einen weiteren Neuzugang vorgestellt. Patrick Lausberg kommt vom MSV Moers, für den er in dieser Spielzeit 16 Minuten auf dem Feld stand.

Ein neues Gesicht gibt es auch beim SV Millingen, für den künftig Valentin Meier, zuletzt Goalgetter bei Eintracht Duisburg, stürmen soll. Zuvor wird sich der SVM aber noch dem Abstiegskampf widmen müssen. Am Sonntag steht für das Team um Trainer Markus Hierling das Duell gegen den Vorletzten SV Budberg II auf dem Programm, zum Abschluss der Hinrunde treten die Blau-Weißen beim Schlusslicht in Neukirchen-Vluyn an.