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Heimsieg gegen Füchse Berlin: Lintfort überrumpelt den Favoriten

Heimsieg gegen Füchse Berlin : Lintfort überrumpelt den Favoriten

Frauen-Handball: Der TuS beendete am Sonntag die Durststrecke in der 2. Bundesliga mit einem Heimerfolg. Die Füchse aus Berlin wurden mit 28:22 in die Knie gezwungen.

Der TuS Lintfort durfte endlich mal wieder jubeln. Nach einer langen Durststrecke von vier Niederlagen in Folge gab’s am Sonntag einen doppelten Punktgewinn. Die Zweitliga-Handballerinnen schlugen nach einer leidenschaftlich geführten Partie in der Eyller-Sporthalle die Füchse Berlin mit 28:22 (11:10).

Die Gastgeberinnen überraschten mit ihrer Entschlossenheit. Diese hervorragende Einstellung kam vor allem in der Defensive zum Tragen. Die Spielerinnen nahmen die Zweikämpfe an und brachten ihre Gegenspielerinnen somit aus dem Konzept. Torfrau Sabrina Romeike war über die kompletten 60 Minuten der so wichtige Rückhalt zwischen den Pfosten. Auch im Angriff lief es wie geschmiert: Lintfort präsentierte sich souverän und selbstbewusst. Die Mannschaft hatte bis zur 8:4-Führung keinen einzigen Fehlschuss.

Die „Spreefüxxe“ wurden von der aggressiven und selbstsicheren Art, wie die TuS-Spielerinnen auftraten, total überrumpelt. Die Gäste, eine groß gewachsene Truppe, hatten Schwierigkeiten, dem Tempo zu folgen – sie verstrickten sich vor allem im Angriff zusehends in unattraktives Gewürge.

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Doch der TuS Lintfort war es, der den angeschlagenen Gegner zurück ins Boot holte. Insbesondere weil die Treffer-Quote in den letzten zehn Minuten vor dem Pausenpfiff rapide in den Keller sank.

Die Begegnung legte nach dem Seitenwechsel, obwohl nicht fehlerfrei, nochmals an Spannung und Dramatik zu. Die Mannschaften bekämpften sich mit hoher Intensität auf Augenhöhe. Aber nur die TuS-Spielerinnen waren es, die neben Kampf und Engagement unglaublich viel Emotionalität ins Spiel einbrachten. Sie ließen nie die Köpfe hängen – selbst dann nicht, als eine 18:15-Führung binnen kurzer Zeit in einen 18:19-Rückstand umschlug. Die Mannschaft zeigte daraufhin Herzblut, krempelte die Ärmel auf und zwang die „Spreefüxxe“ zu vermeidbaren Fehlern. Die Gäste gerieten in der Schlussphase so unter Druck, dass die Berliner Truppe völlig ideenlos und entnervt aufgab.

Der TuS Lintfort holte sich mit diesem Überraschungscoup zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Neben der starken Sabrina Romeike gehört vor allem Eva Legermann ein dickes Sonderlob. Die junge Linksaußen ging als Kämpfin in der Deckung stets voran und erwies sich als sichere Vollstreckerin. „Meine Mannschaft hat unglaublich gekämpft“, lobte Trainerin Bettina Grenz-Klein ihre Auswahl nach dem Schlusspfiff. Tore: Vandewal (10/3), Legermann, Lambertz (je 6), Bruggeman (3), Dings, Isaksen, Nijf.

Auswärts: Weiter geht’s für den TuS am 1. Dezember mit dem Spiel beim TSV Nord Harrislee.

(MB)