Volle Bank im nächsten Heimspiel : SV Sonsbeck möchte Aufstiegsrang so schnell nicht wieder hergeben

Fußball-Landesliga: Am Sonntag geht’s gegen den SV Scherpenberg. Trainer Thomas von Kuczkowski hat keine personellen Sorgen. Die Gäste sehen sich in der Außenseitertolle.

Die Landesliga-Fußballer des SV Sonsbeck stehen seit einigen Tagen wieder auf dem zweiten Tabellenplatz. Ein Rang, der Anfang Juni zum Saison-Ende den direkten Aufstieg mit sich bringt. Die Rückkehr in die Oberliga würde prima passen zu den Feierlichkeiten, die 2019 anstehen. Der Verein wird dann 100. Das Wort „Aufstieg“ ist zwar kein Tabu-Thema in Sonsbeck. Doch Thomas von Kuczkowski ist ein Trainer, der den Tag nicht vor dem Abend lobt. Heißt: Er schaut nur von Spiel zu Spiel. Und der nächste Gegner ist nicht von Pappe. Der SV Scherpenberg ist am Sonntag ab 14.30 Uhr zu Gast.

Es treffen zwei Teams aus dem Fußball-Kreis Moers aufeinander, wobei sich das bevorstehende Duell für den Coach „nicht wie ein Derby anfühlt“. Dafür würden die Anlagen von Scherpenberg und Sonsbeck zu weit auseinanderliegen. In der Tabelle trennen die Mannschaften nach 15 Spieltagen zwölf Punkte. Thomas von Kuczkowski hat nichts dagegen, wenn seine Elf mit ordentlich „Derby-Motivation“ in die Begegnung gehen würde. Allerdings „dürfen die Jungs nicht zu heiß sein und die elementaren Dinge vergessen“.

Bis auf den am Knie operierten Kristof Prause sind alle Balltreter fit. Sollte kurzfristig jemanden ausfallen, hat der Coach für fast jede Position einen Spieler in der Hinterhand, den er bringen könnte, ohne das Qualität verloren gehen würde. Bestes Beispiel ist Georgios Efthimou, der lange warten musste, bis er wieder in der Startformation stand.

„Klar, war Jogo nicht zufrieden mit seiner Reservistenrolle. Aber er hat geduldig gewartet“, sagt der Coach. Efthimou nutzte seine Chance in der Viererkette. In Könighardt hatte der Verteidiger gar mit zwei Treffern maßgeblichen Anteil daran, dass der SVS alle drei Punkte entführte. Größere Probleme würde es allerdings geben, wenn Stammtorhüter Tim Weichelt länger ausfiele. Da sein Vertreter Joel Kaworsky nicht mehr zur Verfügung steht, wird am Sonntag wieder ein A-Jugend-Keeper auf der Bank Platz nehmen. „In der Winterpause müssen wir unbedingt noch einen Torwart holen,“ so der Coach.

Obwohl die Scherpenberger nur auf Rang elf stehen, verfügen „sie über eine sehr gute Mannschaft“, weiß von Kuczkowski. Vom gegnerischen Understatement lässt er sich nicht blenden. So sei Max Stellmach einer der besten Landesliga-Stürmer. „Im Kader stehen einige Leute, die schön höher gespielt haben.“ Gästecoach Timo Barbeln hat den Sonsbeckern die Favoritenrolle zugeschoben. Dennoch meint er: „Nach den Erfolgen der vergangenen Wochen wollen wir frech und selbstbewusst spielen. Verstecken müssen wir uns nicht. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und dürfen uns nicht hinten rein drängen lassen.“