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Kreis Wesel: Wasserbüffelfleisch to go am Automat der Familie Döring

Fleischautomat in Ginderich : Wasserbüffelfleisch to go

Die Gindericher Landwirtin Beate Döring verkauft an einem Automaten Fleischspezialitäten der am Niederrhein seltenen Wildtiere. Von der artgerechten Haltung können sich die Kunden auf den Wiesen in der Nähe überzeugen.

Mittlerweile kennt sie fast jeder in der Region: die Wasserbüffel an der Flutmulde des Naturschutzgebietes Bislicher Insel. Die Wildtiere sind ebenso imposant wie rar am Niederrhein. Kostenpflichtiger Inhalt Die Herde der Familie Döring aus Ginderich ist damit eine kleine Attraktion. Gezüchtet werden die Wasserbüffel jedoch nicht aus rein optischen Gründen, ihr Fleisch wird seit diesem Sommer auch als Gaumengenuss vermarktet. Mehrere Metzger haben bereits ihr Interesse bekundet. Nun verkauft Landwirtin Beate Döring die Büffelspezialitäten auch an einem Fleischautomaten.

Gut gekühlt und luftdicht verpackt gibt es zum Beispiel sogenannte Büffelpeitschen, Fleischwurst und verschiedene Steak-Variationen wie Entrecôte, Hüft- oder Rumpsteak am Automaten zu kaufen. Daneben sind Gulasch und Grillwürstchen sowie Burger-Patties, Braten und Hack im Angebot. „Das alles ist reines Büffelfleisch“, verspricht Wasserbüffel-Züchterin Beate Döring. So habe man sogar darauf geachtet, dass die Wurstpelle nicht aus Schweinedarm besteht.

 Der Fleischautomat ist 24 Stunden am Tag zugänglich.
Der Fleischautomat ist 24 Stunden am Tag zugänglich. Foto: Vastmans

Geschmacklich erinnere Büffelfleisch leicht an Wild, sagt Döring. Zudem verfüge es über besonders günstige Eigenschaften, erklärt die Landwirtin: „Büffelfleisch ist cholesterinfrei, verfügt über mehr Vitamine als anderes Fleisch und weist ein optimales Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren auf.“

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Der Automat befindet sich in Ginderich an der Straße Kuhport 9 und steht den Kunden an sieben Tagen pro Woche jeweils 24 Stunden zur Verfügung. Wer kein Kleingeld hat, dem wechselt der Automat auch Scheine bis 20 Euro.

Das Besondere: Nicht weit entfernt von der Verkaufsstelle können sich die Kunden selbst davon überzeugen, wie die freilaufenden Wildtiere auf der Wiese leben. „Die Kälbchen bleiben etwa neun Monate bei der Mutter in Gemeinschaft mit den anderen Büffeln in artgerechter Haltung, bevor sie ihr eigenes Leben führen“, nennt Döring als Beispiel.

Mit Hilfe der Wildtiere werde zudem aktiver Naturschutz betrieben, führt die Landwirtin aus: „Dadurch, dass sie andere Pflanzen fressen als übliche Rinder, darunter Schilf auf den Feuchtwiesen, sowie durch die spezielle Nahrungsverwertung und Verdauung, gibt es dort, wo Wasserbüffel laufen, auch mehr Insekten und somit mehr Vögel.“

Wer passend zu seinem Büffelbraten auch noch Kartoffeln als Beilage wünscht, kann diese ebenfalls an dem Automaten der Familie Döring erwerben. Darüber hinaus gibt es Eier von freilaufenden Hühnern. Die leben ebenfalls den ganzen Tag draußen und kommen lediglich zum Schutz vor Räubern nachts in den mobilen Hühnerstall. Gefüttert werden die Hühner – wie die Wasserbüffel auch – ausschließlich mit genfreiem und regional angebautem Futter.

(rava/beaw)