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Corona: Lage im St-Gerebernus-Altenheim in Sonsbeck entspannt sich

Seniorenheim in Sonsbeck : Corona-Lage im St.-Gerebernus-Haus entspannt sich

Engmaschige Kontrolle: Nur noch zwei der sechs infizierten Bewohner des Sonsbecker Seniorenheims sind auf ihren Zimmern isoliert. Die Zahl der Pflegekräfte in Quarantäne ist auf drei gestiegen.

Die Lage im Pflegeheim St. Gerebernus entspannt sich allmählich. Von den ursprünglich insgesamt sechs an Covid-19 erkrankten Bewohnern der Hausgemeinschaft können am Freitag vier ihre Zimmer wieder verlassen, weil die Zeit für die Quarantäne abgelaufen ist. Nur noch zwei der insgesamt 25 Bewohner müssen isoliert auf ihren Zimmern bleiben. „Aber auch sie sind symptomfrei“, sagte Karl Döring, Geschäftsführer vom Caritasverband Geldern-Kevelaer, dem Träger des Pflegeheims am Fuß der Sonsbecker Schweiz.

Allerdings habe sich die Zahl der Mitarbeiter, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, auf drei erhöht, berichtete Döring am Donnerstag im Gespräch mit der Redaktion. Bisher war nur die Erkrankung einer Pflegekraft bekannt. Auch die drei, die sich in häuslicher Quarantäne befänden, seien ohne Symptome. Das sei einerseits erfreulich, so Döring, „zeigt aber auch, wie schwierig die Situation ist“.

Da eine Infektion nur im Labor festgestellt werden könne, werde in der betroffenen Hausgemeinschaft nun „engmaschig untersucht“. Die Bewohner würden durch das Gesundheitsamt des Kreises Wesel derzeit ebenso zwei Mal pro Woche getestet wie die Mitarbeiter, bei denen der Betriebsarzt den Test vornehme.

Ins Barbara-Haus mit 28 Plätzen für körperlich erkrankte Bewohner sei das Virus nicht vorgedrungen. Die ersten beiden Infektionen im Gerebernus-Haus waren am Donnerstag vor Ostern über den Kreis Wesel bekannt geworden. Die Zahl der positiv getesteten Bewohner hatte sich über die Feiertage auf fünf, dann auf sechs erhöht. Zudem war eine Pflegekraft erkrankt. Am Ostermontag war ein 86-jähriger Mann aus Sonsbeck im Xantener Krankenhaus gestorben, nachdem er an Covid-19 erkrankt war. Der Mann hatte bis zu seiner Einweisung ins Krankenhaus im St.-Gerebernus-Haus gelebt.

Die Situation sei für dementiell erkrankte Bewohner besonders „schwierig“. Darauf hat Döring mehrfach hingewiesen. Sie könnten die Quarantäne-Maßnahme nicht verstehen. Außerdem würden sie ihre Pflegekräfte in deren Schutzkleidung nicht erkennen.

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