Tennis Torebko setzt auf ein zweites Standbein

Wesel · Der Weseler Tennisspieler hat ein Mathematik-Studium begonnen. Seine Profi-Karriere will er aber noch nicht aufgeben.

 Peter Torebko spielte zuletzt zwei Future-Turniere in Budapest und stand dort jeweils im Halbfinale. Aktuell nimmt er an einer Veranstaltung derselben Kategorie in Essen teil. Dort steht für den 25-Jährigen heute die Zweitrunden-Partie an.

Peter Torebko spielte zuletzt zwei Future-Turniere in Budapest und stand dort jeweils im Halbfinale. Aktuell nimmt er an einer Veranstaltung derselben Kategorie in Essen teil. Dort steht für den 25-Jährigen heute die Zweitrunden-Partie an.

Foto: Bosmann

Ja, den Tennisspieler Peter Torebko gibt es noch. Doch der im polnischen Bytom geborene Weseler weiß schon seit geraumer Zeit, dass er mit seinem Sport allein, höchstwahrscheinlich keine lukrativen Rücklagen für das Alter anhäufen kann. Der 25-Jährige möchte sich deshalb ein zweites Standbein aufbauen und hat nun ein Mathematik-Studium an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf begonnen. Die Karriere als Tennis-Profi möchte er aber noch nicht an den Nagel hängen. "Es würde mir schwerfallen jetzt sofort komplett mit dem Tennisspielen aufzuhören. Dafür ist es einfach noch zu lukrativ, auch wenn ich in letzter Zeit nicht mehr sehr erfolgreich war", meint Torebko.

In der Weltrangliste ist er mittlerweile auf den 464. Rang abgerutscht. Die Zeiten, in denen Torebko bei den traditionellen Grand-Slam-Turnieren in der Qualifikation um den Einzug ins Hauptfeld kämpfte, sind längst vorbei – das weiß er selbst. "Man möchte sich natürlich nur ungern eingestehen, dass man gescheitert ist. Ich liebäugele immer noch mit Erfolgen im Tennis. Die Hoffnung, dass ich wieder besser spiele und gewinne, stirbt zuletzt", meint Peter Torebko.

Doch da man im Leben bekanntlich nicht auf sein Glück hoffen und vor allem nicht warten kann, nimmt der Weseler seins nun selbst in die Hand. "Ich hatte immer schon ein Faible für Mathe. Wenn ich kein Tennis-Profi geworden wäre, hätte ich wohl schon nach dem Abitur ein Studium in dieser Richtung begonnen", sagt Torebko. Nach eigener Aussage war das Zahlenfach jetzt allerdings nur seine zweite Wahl. "Seitdem ich so viel mit dem Sport zu tun habe, ist in dieser Hinsicht natürlich auch eine Leidenschaft entstanden. Deshalb wollte ich eigentlich Sportmanagement studieren. Doch da war ich jetzt leider ein wenig zu spät. Ich habe die Einschreibefrist für dieses Fach verpasst."

Peter Torebko wohnt weiterhin in Wesel. Er pendelt momentan zwischen seinem Wohnsitz und der Universitätsstadt Düsseldorf, um die Mathematik-Vorlesungen zu besuchen. "Ich hoffe, dass das Studium nicht zu schwierig für mich ist. Was den Tennissport angeht, halte ich aber ohnehin Augen und Ohren weiterhin offen", meint der 25-Jährige und spielt dabei auf einen möglichen Job als Trainer an. Er hat sich bereits mit Artur Wilczek, dem Leiter der Tennisschule beim SuS Wesel-Nord, getroffen, um in dieser Hinsicht mögliche Optionen zu erörtern. "Wir haben das Thema einmal zwischen Tür und Angel angeschnitten. Falls es mit der Karriere nicht mehr klappen sollte, wäre das sicherlich für mich eine gute Möglichkeit, mir etwas dazu zu verdienen. In Wesel kennt man mich. Das würde mir den Einstieg in die Arbeit als Trainer bestimmt erleichtern."

Bis es soweit ist, spielt Torebko aber noch selbst Tennis. Zuletzt nahm er an zwei Future-Turnieren in der ungarischen Hauptstadt Budapest teil und erreichte jeweils das Halbfinale. Nun beginnt die Hallensaison. Der 25-Jährige möchte einige Turniere in Deutschland spielen. Aktuell ist er beim Future-Turnier in Essen am Start. Dort trifft er heute in der zweiten Runde entweder auf Matthias Wunner oder Paul Woerner. Die Zeit der ganz großen Matches ist für Peter Torebko leider vorbei.

(RP)
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