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Fußball: GW Lankern zwingt den HSV in die Knie

Fußball : GW Lankern zwingt den HSV in die Knie

Die Mannschaft von Trainer Ulrich Kley-Steverding hat beim 2:0-Erfolg im Derby der Fußball-Bezirksliga das Glück auf ihrer Seite und schafft den zweiten Sieg in Folge. Der Hamminkelner SV kassiert dagegen die dritte Niederlage in Serie.

Fußball-Bezirksligist GW Lankern befindet sich im Aufwind. Dem befreienden 2:0-Erfolg vor einer Woche gegen BW Oberhausen-Lirich ließ die Mannschaft von Trainer Ulrich Kley-Steverding gestern mit dem 2:0 (1:0) im Derby gegen den Hamminkelner SV den zweiten Heimsieg nacheinander folgen. Vor den beiden Partien waren die Grün-Weißen insgesamt sechs Mal sieglos geblieben. "Wir haben unseren Rhythmus endlich wiedergefunden. Der Erfolg heute war wichtig, um die Nichtabstiegsplätze nicht aus den Augen zu verlieren", sagte Kley-Steverding.

Seine Schützlinge gingen gestern sichtlich erleichtert vom Platz und dürfen sich nun auf ein spielfreies Wochenende freuen. Ulrich Kley-Steverding selbst redete nach dem Abpfiff noch kurz mit seinem Gegenüber Jörg Gonschior, dessen Team gestern zum dritten Mal in Folge als Verlierer vom Feld ging. Der Lankerner Coach kennt die Situation, in der sich der HSV zurzeit befindet, nur zu gut. Doch nun scheint bei seinem Team das verlorene Selbstbewusstsein zurückgekehrt zu sein. Ganz anders sieht es beim Hamminkelner SV aus. Bei den Akteuren herrschte nach dem Abpfiff die pure Ernüchterung. "Die Niedergeschlagenheit ist natürlich riesengroß. Es wird schwierig, die Köpfe der Spieler bis zur nächsten Woche wieder frei zu bekommen. Im Moment fehlt uns einfach das Selbstvertrauen", sagte Jörg Gonschior.

Dabei war seine Mannschaft gestern besser in die insgesamt sehr zähe Partie gestartet. Die Gäste fanden allerdings kein Rezept gegen die dicht gestaffelte Abwehrreihe der lauf- und kampfstarken Lankerner, die nach 20 Minuten sogar überraschend mit 1:0 in Führung gingen. Ein abgefälschter Distanzschuss von Marco Bott fiel vor die Füße von Steffen Böing, der den Ball mustergültig auf den Torschützen Michael Heßling legte. Der HSV rieb sich anschließend oft in Zweikämpfen im Mittelfeld auf und schaffte es kaum einmal, gefährlich in die Spitze zu spielen. "Uns fehlte vor allem in der ersten Halbzeit die Durchschlagskraft und die letzte Entschlossenheit in der Offensive", bemängelte Gonschior.

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der Gast zunächst und kam zu guten Gelegenheiten. Ein Volleyschuss von Carsten Schneider ging nach einer Stunde neben das Lankerner Tor. Zehn Minuten später setzte HSV-Stürmer Tom Wirtz einen Freistoß an die Unterkante der Latte. "Wir hatten diesmal auch das Quäntchen Glück, das man am Ende eben braucht, um so ein Spiel zu gewinnen", sagte Ulrich Kley-Steverding.

Jenes Glück hatte der Gastgeber auch beim 2:0, als dem kurz zuvor eingewechselten Maximilian Venhuis der Ball nach einer Ecke vor die Füße sprang und er aus kurzer Distanz für die Entscheidung sorgte. "Es ist ärgerlich, dass beide Gegentore praktisch Zufallsprodukte waren", sagte Jörg Gonschior und trottete enttäuscht über den abgewetzten Lankerner Fußballplatz in Richtung Kabine.

(feli)