Zurück in der Fußball-Kreisliga A So plant Aufsteiger Büdericher SV die neue Saison

Kreis · Nach zwei Siegen in der Relegationsrunde kehrt der Büdericher SV in die Fußball-A-Liga zurück. Coach Joel Kaworsky holt Torjäger Sascha Ströter ins Trainerteam. Jan Satzinger bleibt Kapitän. Am 5. Juli beginnt die Vorbereitung.

So plant Aufsteiger Büdericher SV die neue Saison
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Das plant der BSV für die Kreisliga A-Saison

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Foto: Jakob Klos

Es wurde schon hell, als die letzten Feierwütigen die Büdericher Kneipe „Zum Alten Stadttor“ verließen. Nach einer langen Saison mit zwei Relegationsspielen hatten die Fußballer des BSV den Aufstieg gepackt. Vier Jahre nach dem Abstieg kehrt die Mannschaft in die Kreisliga A zurück. Und das musste natürlich ausgiebig gefeiert werden. „Qualitativ und taktisch hat die Truppe oft genug bewiesen, dass sie nicht in die B-Liga gehört“, sagt Trainer Joel Kaworsky.

„Mission erfüllt“ stand hinten auf den Aufstiegsshirts, die sich die Spieler nach dem 1:0-Erfolg in der entscheidenden Partie beim FC Rumeln-Kaldenhausen überstreiften. Mit zwei Bussen hatten sich Mannschaft, Verantwortliche und Anhänger auf dem Weg in den Duisburger Westen gemacht. Markus Dachwitz gelang das Tor des Tages (20.). Für Kaworsky war der verschossene Strafstoß von Niclas Speicher (27.) die zweite Schlüsselszene der Begegnung: „Danach hat’s der Gegner zumeist nur mit langen Bällen versucht. Damit zum Erfolg zu kommen, ist aber bei unserer groß gewachsenen Verteidigung schwer.“ Dass seine Mannschaft nach dem 3:0 über RW Moers mit der falschen Grundeinstellung über den Kunstrasen läuft, diese Sorge hatte er schon vorher weggewischt.

Der Auswärtssieg vor fast 500 Zuschauern war also ein gelungener Abschluss einer Saison, die nicht immer einfach war. Gerade auf der heimischen Asche tat sich der BSV oft sehr schwer. In der Stunde des Erfolgs erinnerte sich Kaworsky an den vergangenen Sommer und den verpassten Aufstieg, an die anschließenden Gespräche mit dem Vorstand und der Mannschaft: „Wir standen in gewisser Weise schon am Scheideweg. Doch schließlich waren wir uns einig, dass wir es im nächsten Anlauf packen wollen.“

Büderich überzeugte als Kollektiv, in dem auch das Team hinter dem Team eine wichtige Rolle einnahm. So wie Betreuer Wolfgang Kayser, der für den Dorfverein lebt. Und vorne war Verlass auf die torhungrigen Sascha Ströter (29) sowie Bastian Röös (24), die auch in der neuen Spielzeit dabei sein werden.

Auf vier Kicker kann der Trainer ab Juli nicht mehr bauen. Robin Brüggen und Joel Matern wechseln zum SV Menzelen. Philipp Pähler, der in Bochum wohnt, wird zum Stand-by-Spieler. Matthias Kuhlmann tritt kürzer. Chris Bartsch (Viktoria Alpen) kommt dazu. Aus der eigenen „Zweiten“ rücken Marius Strutmann sowie Tim Nieswand auf. Max Reimers, der sich in der Partie beim TuS Borth schwerer verletzt hatte und das 1:0 über den FC Rumeln-Kaldenhausen auf Krücken verfolgte, ist ein gefühlter Neuzugang. Wohl am Ende der Hinrunde wird er erst wieder spielen können. Einige Positionen im neuen Kader sind noch frei. Ein dritter Torhüter sowie jemand für die Innen- und Außenverteidigung wird noch gesucht.

Die Erholungspause für die BSV-Mannschaft, die weiter von Jan Satzinger als Kapitän angeführt wird, ist kurz. Bereits am 5. Juli sehen sich die Spieler zum Trainingsauftakt wieder, am 7. Juli steht die erste Vorbereitungspartie beim B-Ligisten Menzelen an. Die Meisterschaft startet am ersten August-Wochenende. „Ich bin mir sicher, dass meine Jungs noch lange von der Aufstiegseuphorie zehren werden“, so Joel Kaworsky, der sich noch nach einem neuen Co-Trainer umschauen musste, da Michael Pielniok in dieser Funktion beim PSV Wesel II weitermachen wird. Der Coach ist intern fündig geworden. Goalgetter Ströter wird Pielnioks Position übernehmen und in der A-Liga als spielender Co-Trainer dabei sein. 

Vorrangiges Ziel ist natürlich der Klassenerhalt. „Wenn wir uns in der A-Liga etablieren könnten, wie’s der SSV Lüttingen als Dorfverein mit wenig finanziellen Mitteln geschafft hat, dann wäre das schon eine tolle Weiterentwicklung nach dem Umbruch in Büderich.“