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Wermelskirchen: CO2-Warnsystem für die Schulen soll kommen

Wermelskirchener Verwaltung : CO2-Warnsystem für die Schulen soll kommen

Vor dem Hintergrund, dass an der ersten Schule in Wermelskirchen, der Sekundarschule, ein Corona-Fall bekannt wurde, scheint es jetzt umso wichtiger zu werden, für gutes Raumklima in den Klassenräumen zu sorgen.

Da sind sich auch die Mitglieder des Wermelskirchener Stadtrates einig, die in der letzten Sitzung einstimmig beschlossen haben, dass die Verwaltung prüfen solle, ob CO2-Melder in den Schulen angebracht werden können.

Diese zeigen farblich an, wann es an der Zeit ist, den Raum zu lüften, weil sich die Luftqualität verschlechtert. Die Geräte messen die Konzentration von Kohlendioxid im Raum und geben Alarm, wenn frische Luft notwendig ist. Denn: Wo viel gesprochen und damit ausgeatmet wird, steigt der CO2-Spiegel und die Aerosolkonzentration. Und Aerosole spielen in der Corona-Forschung eine immer größere Rolle. Ein CO2-Ampel, die rechtzeitig zum Lüften anregt, kostet etwa 50 Euro.

Darauf, dass diese Ampeln für Wermelskirchener Schulen angeschafft werden, drängte Oliver Platt vom Bürgerforum mit dem Hinweis auf die Corona-Zahlen in Remscheid. Dort liegt der Inzidenzwert bei 72,1. Im Rheinisch-Bergischen Kreis hingegen ist der Wert, der die Neuinfektionen der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner beziffert, nur bei 14,5.

Damit die Zahlen in der Stadt niedrig bleiben, hatte die CDU den Antrag für die CO2-Ampeln gestellt, „weil es zum Schutz vor einer Infektion und zur Fortführung eines geregelten Schulbetriebs notwendig ist, alle Möglichkeiten der Infektionsvorsorge zu prüfen“, betont der Fraktionsvorsitzende Christian Klicki. Dies gelte insbesondere vor der anstehenden Heizperiode im Herbst und Winter, in der das vorgeschriebene Lüften schwierig werden kann.

„Die Ausstattung mit diesen Geräten, die durch Farbsignale aufzeigen, wann ein „Stoß-Lüften“ im Klassenraum notwendig ist, könnte hierzu eine geeignete und schnell umsetzbare Möglichkeit darstellen“, so der Christdemokrat. Die Ampeln könnten, sofern die Prüfung durch die Verwaltung positiv ausfällt, auch in weiteren Einrichtungen eingesetzt werden.