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Wermelskirchen: 13 Künstler präsentieren ihre Werke wegen Corona online

Wermelskirchen : Virtuelle Ausstellung des Kunstvereins

Weil die Corona-Krise den Besuch in Loches unmöglich macht, präsentieren 13 Künstler ihre Werke nun online. Die Organisatoren sind entschlossen, sich durch die Pandemie nicht aus der Bahn werfen zu lassen.

Das Corona-Virus schränkt nicht nur das Leben im engeren Umfeld ein, sondern es liegt in der Natur einer Pandemie, dass davon auch internationale Beziehungen betroffen sind. So etwa jene Aktivitäten, die Städtepartnerschaften mit Leben erfüllen: Der Austausch, der Besuch, das Miteinander über Ländergrenzen hinweg. Konkret betrifft dies nun eine Ausstellung des Kunstvereins Wermelskirchen, die zusammen mit dem Verein Städtepartnerschaft Wermelskirchen – Loches ausgerichtet werden sollte. „Im Vorjahr hatten wir in Wermelskirchen die Werke von Künstlern aus Loches im Markt 9 zu Gast“, sagt Marie-Louise Lichtenberg. Die Wermelskirchenerin ist in beiden Vereinen Mitglied und hatte angeboten, die Organisation als Kuratorin zu übernehmen. „Und dann kam Corona“, sagt sie.

Doch davon habe man sich nicht aus der Bahn werfen lassen. „Im Gespräch mit Michael Dangel, dem Vorsitzenden des Kunstvereins, haben wir uns überlegt, die Ausstellung online anzubieten. Er hatte sich dazu bereiterklärt, für die entsprechende virtuelle Umgebung auf der Website des Kunstvereins zu sorgen“, sagt Marie-Louise Lichtenberg. Die 13 beteiligten Künstler hatten ihre Werke bereits fertiggestellt, so dass es nun darum ging, die Bilder in digitaler Form aufzubereiten. „Es ist eine virtuelle, zweisprachige Ausstellung, die auf der Website des Kunstvereins anzusehen ist. Die Texte sind übersetzt, weil unsere französischen Freunde nun ja auch problemlos darauf zugreifen können“, sagt Marie-Louise Lichtenberg.

Die Ausstellung trägt den Titel „Inspiration Lansyer“, womit die Stoßrichtung natürlich direkt ersichtlich ist. „Emmanuel Lansyer ist ein Maler des Naturalismus, der aus Loches stammt. Die Ausstellung sollte eigentlich im Museum in der Partnerstadt stattfinden. Und für die Kunstwerke gab es keine Vorgaben, weder stilistisch noch thematisch – nur inspiriert vom Stil des Franzosen sollten sie sein“, sagt Marie-Louise Lichtenberg. Und eine gewisse Größe sollten sie wegen des Transports nach Frankreich nicht überschreiten. „Virtuell wäre das natürlich egal, aber die Bilder waren ja schon vorher fertig – und außerdem soll die Ausstellung in Loches auf jeden Fall nachgeholt werden“, sagt die Kuratorin.

Nach Möglichkeit 2021 von Mitte Mai bis Mitte August. „Das hängt aber selbstverständlich von den Umständen ab“, betont Marie-Louise Lichtenberg. Einstweilen können die Bilder von Gudrun Anger, Michael Dangel, Roswitha Geisler, Bettina Herbst, Brigitte Keller, Erika Kinder, Margret Langen, Hendrine Mebus, Iris Seelig-Bayer, Diethart Spickermann, Frank Weber, Kai Weber und Birthe Weichert-Grote nun auf dem heimischen Bildschirm bewundert werden.

Die große Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksformen wird dem Betrachter sofort deutlich – Acryl auf Leinwand, Ölpastellkreide, Mischtechnik auf Papier oder auch Collagen sind ebenso mit dabei, wie sehr abstrakte oder auch naturalistische Darstellungsformen. Kleine begleitende Texte, verfasst von der Kuratorin, runden den virtuellen Rundgang durch die Ausstellung ab. „Mir persönlich ist besonders wichtig, auf diese Weise den Kontakt und den Zusammenhalt zwischen den Partnerstädten auch während der Corona-Krise aufrecht zu erhalten“, betont Marie-Louise Lichtenberg. Info Emmanuel Lansyer liegt in Loches begraben Künstler Emmanuel Lansyer (1835 bis 1893) war ein Vertreter des Naturalismus und interessierte sich besonders für Landschaften, Pflanzen und Architektur. Das Lansyer-Museum in Loches befindet sich im ehemaligen Wohnhaus des Künstlers. Begraben ist er auf dem Friedhof in der Nähe des Grabes seiner Mutter Ausstellung

Die virtuelle Ausstellung ist online unter www.kunstwk.net zu finden.