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Wassenberg: Mühlenfest lässt Geschichte in Birgelen aufleben

Wahrzeichen der Mühlenstraße : Mühlenfest lässt Geschichte in Birgelen aufleben

Wer sich genauer über das Birgelener Mühlenrad informieren wollte, hatte am Rande des Mühlenfestes beste Möglichkeiten. Eine Vorlagen-Ausstellung zum Bildband „Birgelener Mühle von 1810“ von Ehrenbürger Franz-Josef Breuer, lud ein, sich genauer über das Wahrzeichen an der Mühlenstraße zu informieren.

Nach 2019, und der Corona-Pause, hatte der Mühlenverein mit dem Musikverein Eintracht Birgelen wieder die Veranstaltung organisiert, die einst aus einem Nachbarschaftsfest entstanden war, wie Andreas Thissen, Vorsitzender des Mühlenvereins, erklärte: „Hier um das Mühlrad herum fand früher immer ein Nachbarschaftsfest statt, aus dem sich dann das Mühlenfest entwickelt hat, das für Jedermann geöffnet ist, was ja auch an den guten Besucherzahlen abzulesen ist.“

Der Erhalt und die Instandsetzung des Mühlrades und der kleinen Anlage darum herum war einigen Birgelenern wichtig, so dass vor vier Jahren der Verein gegründet wurde: „Die Idee dahinter ist ganz einfach, dass wir die Erlöse, die das Mühlenfest abwirft, dafür verwenden, das Rad zu pflegen, und auch die Grünanlage in Ordnung zu halten. Außerdem ist es uns gelungen, die Jugend mit ins Boot zu holen“, so Thissen. So haben einige Jugendliche des Jugendzentrums Culture Clash in Wassenberg an der Herstellung von Sitzbänken mitgewirkt, was für Thissen ein wichtiger Punkt ist: „Wir wollen, dadurch dass wir die jungen Menschen einbeziehen, auch etwas gegen Vandalismus tun. Vielleicht hilft es ja, wenn Jugendliche hinter solch einem Projekt stehen.“

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Alle drei Jahre wollen die Birgelener das Fest veranstalten. Wie beliebt das Mühlenfest ist, war am Samstag zu sehen, denn kaum war der Startschuss am Mittag gefallen, füllte sich der kleine Platz schnell. Zur Eröffnung spielte der Musikverein. Und immer wieder stand das Mühlenrad im Interesse der Besucher, die erfahren konnten, dass das alte Holzrad im Jahr 2019 ersetzt wurde durch ein Gerät, das mit Aluminium verbaut ist. Fündig wurden die Verantwortlichen seinerzeit im Wassermuseum Heimbach, wo das Rad als Ausstellungsstück diente.

Trotz hoher Temperaturen kamen zahlreiche Besucher, sei es geplant gewesen oder aber durch Zufall, weil die Rad-Route zufällig an der Mühlenstraße vorbeiführte: „Es ist schön zu sehen, dass auch immer wieder Leute anhalten, die nichts von dem Fest wussten“, freute sich Andreas Thissen. Nach einem kühlen Getränk ging es dann für die meisten wieder auf den Sattel. Doch es gab nicht nur gekühlte Getränke in Birgelen. Natürlich war auch eine Cafeteria vorhanden, und wer Lust hatte, konnte sich auch am Weinstand laben, der vier verschiedene Leiwener Rebensäfte anbot. Schon früh zogen auch die Rauchwolken vom Holzkohlegrill auf, der im Laufe des Tages stark frequentiert wurde.

Neben dem mitveranstaltenden Musikverein, sorgte auch das Trommlercorps Birgelen für musikalische Unterhaltung, ebenso die Jagdhornbläser aus dem benachbarten Vlodrop (Niederlande). Nicht vergessen wurden natürlich auch die Kinder. Für die Kleinen gab es ein Kinderschminken, das sich großer Beliebtheit erfreute. Beliebt war auch die Tombola, für die Mitglieder des Mühlenvereins fleißig Lose verkauften. Von großem Vorteil war es, dass die kleine Anlage um das Mühlenrad durch große Bäume zum Teil im Schatten lag. „Die Stellen, an denen kein Schatten war, haben wir versucht mit Planen zu überdachen, so dass es die Gäste trotz der Temperaturen gut aushalten konnten“, sagte Andreas Thissen. Wie auch in den Jahren zuvor, ließen die Besucher das Mühlenfest bei immer angenehmeren Temperatuten ausklingen. Zufrieden mit dem Verlauf waren die Veranstalter, und freuen sich jetzt schon auf die kommende Ausgabe – hoffentlich in drei Jahren.