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TV Geistenbeck vor dem Gipfeltreffen bei der HSG Vennikel

Handball-Trainer Thomas Laßeur : „Wir spielen einen schönen Handball“

Der Trainer des Verbandsliga-Tabellenführers TV Geistenbeck reist mit seinem Team zum Gipfeltreffen bei der HSG Vennikel.

Zum Auftakt ins neue Jahr steht am Samstag für den verlustpunktfreien Spitzenreiter TV Geistenbeck das Topspiel beim Tabellenzweiten HSG Vennikel auf dem Programm. Im Vorfeld sprach die Redaktion mit dem Geistenbecker Trainer Thomas Laßeur.

Herr Laßeur, haben Sie zu Saisonbeginn vermutett, dass diese Partie ein absolutes Spitzenspiel sein wird?

Laßeur Mit Vennikel war auf jeden Fall zu rechnen. Und ich glaube, mit uns auch. Allerdings sind die Rahmenbedingungen in beiden Vereinen komplett unterschiedlich. Vennikel kann auf starke finanzielle Unterstützung bauen, nicht umsonst hat der Verein vor der Saison fünf Spieler aus der Regionalliga verpflichtet, mit dem Ziel in die Oberliga aufzusteigen. Dazu haben wir nicht die Möglichkeiten und gehen einen anderen Weg.

Wie sieht denn der Weg aus, den Sie gehen?

Laßeur In den letzten Jahren haben wir immer wieder junge Spieler von uns begeistern können, die wir dann kontinuierlich weiterentwickelt haben.

Wo sehen Sie die Gründe für das bislang so gute Abschneiden?

Laßeur In den beiden letzten Jahren sind wir ja bereits zweimal Zweiter geworden und haben unsere Position in der Spitze der Liga damit unter Beweis gestellt. Bis dato spielen wir eine sehr konstante Saison, immerhin haben wir im Jahr 2019 saisonübergreifend nur ein einziges Spiel verloren. Wir sind in der Tiefe besser aufgestellt. Hinzu kommt natürlich das gesteigerte Selbstbewusstsein.

Wie gehen Sie mit Ihrer Mannschaft das Spiel in Vennikel an?

Laßeur Natürlich haben wir Respekt vor dem Gegner, wie vor jedem anderen auch, aber Angst brauchen wir vor keiner Mannschaft zu haben. Ein Spitzenspiel ist schon etwas anderes, aber es ist auch nur ein Spiel, in dem die Meisterschaft sicherlich noch nicht entschieden wird. Mit einem Sieg können wir einen Kontrahenten etwas weiter auf Distanz halten, was natürlich sehr schön wäre, aber bei einer Niederlage geht die Welt auch nicht unter.

Einmal ganz provokant gefragt: Warum gewinnen Sie in Vennikel?

Laßeur Weil wir uns, wie gesagt, in der Breite nicht verstecken müssen und auch weil wir einen schönen Handball spielen. Es wird sehr wichtig sein, dass wir uns einmal mehr auf unsere starke Abwehr verlassen können und dann noch konzentriert und konsequent im Angriff spielen. Meiner Meinung nach steht Vennikel auch deutlich mehr unter Druck, denn wenn sie verlieren, dürfen sie sich nicht mehr so viele Ausrutscher erlauben, wenn sie das Ziel Aufstieg noch realisieren wollen. Wir haben uns auf jeden Fall sehr gut vorbereitet.

In den letzten Wochen hat der Verein bereits das eine oder andere Mal einen Fan-Bus eingesetzt. Wird das wieder der Fall sein?

Laßeur Ja, und ich glaube, dass die Unterstützung von den Rängen sehr wichtig ist. Ich freue mich schon auf die stimmungsvolle Atmosphäre und hoffe, dass sich meine Mannschaft davon nicht beeindrucken lässt.