Handball-Verbandsliga: Perfekter Spieltag für den TV Geistenbeck

Handball-Verbandsliga : Perfekter Spieltag für den TV Geistenbeck

Der TVG übernimmt nach der Niederlage von Vennikel die alleinige Tabellenführung. Aber auch der TSV Kaldenkirchen weiß mit Torjäger Maik Tötsches gegen Grefrath mehr als zu überzeugen.

Für den TV Geistenbeck hätte es an diesem Spieltag kaum besser laufen können. Zunächst gewann er nach einem äußerst souveränen Auftritt gegen den SV Neukirchen deutlich mit 33:23 (15:11). Und dann war er plötzlich auch noch der einzige Verein mit einer blütenweiße Weste. Denn der TV Kapellen gewann das Spitzenspiel gegen die bis dato verlustpunktfreie HSG Vennikel 30:27. Dabei war bei den Geistenbeckern noch nicht einmal alles Gold, was glänzte.

Denn eigentlich hätte die Begegnung bereits zur Halbzeit entschieden sein müssen. Allerdings leisteten sich die Hausherren, die die Partie von der ersten Sekunde an dominierten, den Luxus, gleich alle sechs für sie gegebenen Siebenmeter-Strafwürfe nicht zu verwandeln. Und dennoch führten sie nach 15 Minuten bereits 9:4. So erspielten sie sich zum Pausenpfiff lediglich einen Vier-Tore-Vorsprung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der TVG nochmals das Tempo, und der Oberliga-Absteiger aus Neukirchen war trotz allen kämpferischen Einsatzes völlig überfordert.

Der Mann der zweiten 30 Minuten war Spielmacher Nico Reinartz – nicht nur, weil er beide Siebenmeter verwandelte, sondern auch weil er stets ein Auge für seine Mitspieler hatte und immer torgefährlich war. „Unser Gegner war heute einfach zu harmlos, wir hatten somit leichtes Spiel“, betonte Trainer Thomas Laßeur. TVG-Tore: Bremges (6), Reinartz (6/2), de la Vega, D. Meißner, Hermanns (je 5), Hüpperling, Krüchen (je 2) Bautz und Schütte.

Ähnlich souverän meisterte der TSV Kaldenkirchen seine Aufgabe und landete einen 38:20 (17:10)-Kantersieg gegen die Turnerschaft Grefrath. Die Gastgeber legten dominant los und zeigten mit einer frühen 6:0-Führung, wer Herr im Haus ist. Dabei wussten sowohl die Deckung mit Christian Thomessen als auch der Angriff mit sehenswert vorgetragenen Spielabläufen zu gefallen. Selbst nach dem Seitenwechsel gab es keinen Bruch im Kaldenkirchener Spiel, auch der Wechsel im Tor hatte keinerlei Auswirkungen, denn David Mattke hielt genau so stark wie sein Vorgänger.

Bemerkenswert war der Auftritt von Lukas Schürmanns, der auf Rechtsaußen fünf seiner sechs Chancen nutzte. Überragend allerdings war Maik Tötsches, der das Spiel fast im Alleingang entschied, obwohl er in den letzten 15 Minuten gar noch pausieren durfte. „Das war eine tolle Vorstellung“, sagte Trainer Rüdiger Winter. TSV-Tore: Tötsches (15/4), Schürmanns (5), König (4), N. Coenen, Rosati (je 3), S. Coenen, M. Coenen, Heyer (je 2), Rassmann und Langheinrich.

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