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Jugendrotkreuz sucht neuen Zeltlager-Platz

Freizeit im Kreis Viersen : Jugendrotkreuz sucht Zeltlager-Platz

Für Sommer 2022 ist ein ungewöhnliches Zeltlager geplant – ohne Elektrogeräte. Die Teilnehmer sollen versuchen, ein Wochenende ohne Smartphone auszukommen.

Gemeinsam kochen und den Abend am warmen Feuer ausklingen lassen: Das erleben Kinder und Jugendliche im Zeltlager „Ohne Strom und Stecker“ vom Jugendrotkreuz (JRK) Kreisverband Viersen.

Doch für das nächste Zeltlager fehlt etwas Wesentliches: eine Fläche. Das Gelände, das für das Zeltlager  2019 genutzt wurde, erfüllt nicht mehr die Rahmenbedingungen. Deshalb sucht der Verband  Ersatz. Das nächste Zeltlager ist für  Sommer 2022 geplant.

„Am liebsten ist uns eine ruhige Ecke im Kreis Viersen, damit die Kids nicht abgelenkt sind und  niemanden stören“, sagt JRK-Leiter Stephan Zdrojewski. Ruhig soll es sein, damit den Teilnehmern langweilig wird, denn das ist gewollt: „Wir möchten durch Langeweile motivieren und planen extra Pausen  ein. 2019 ist daraus etwa  eine selbstorganisierte Schatzsuche entstanden“, schildert der JRK-Leiter. Aus der Beobachtung, dass der Nachwuchs kaum noch ohne Elektrogeräte auskommt, entstand 2018 die Idee für das Zeltlager.

Zudem wird ein Stromanschluss für die Notbeleuchtung und die Kühlung gebraucht; auch ein Feuerstelle muss möglich sein. „Das Gelände sollte auch Toiletten und Waschbecken haben. Aber da sind wir recht anspruchslos“, sagt Stephan Zdrojewski. Noch hat das JRK kein Gelände besichtigt, auch wenn ihm schon einige Plätze vorgeschlagen worden seien. Ein Problem bisher: „Die meisten sind außerhalb des Kreises Viersen.“ 

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Im Jahre 2018 haben die Gruppenleitungen des JRK bemerkt, dass viele Kinder und Jugendliche nicht mehr ohne ihr Handy auskommen: „Daraus entstand die Idee, ein Zeltlager zu organisieren, bei dem die Teilnehmer für ein Wochenende ohne mobile Endgeräte auskommen müssen“, erinnert sich JRK-Kreisleiter Stephan Zdrojewski. 2019 war es dann so weit: Das Zeltlager „Ohne Strom und Stecker“ fand auf einem Gelände des Deutschen Roten Kreuz statt. 30 Kinder waren dabei. „Sie kamen freitags an und wurden informiert, dass sie nur das bekommen, was sie auch selbst machen“, erklärt der Kreisleiter. „Wenn sie also kein Brot backen, dann gibt es morgens zum Frühstück Mehl.“ Das Ziel: „Die Kinder und Jugendlichen sollen lernen, dass sie alles erreichen können, was sie wollen. Sie brauchen dafür nur sich selbst.“ Das erste Zeltlager war ein voller Erfolg: „Freitags blickte man in viele irritierte Gesichter, konnte aber über das Wochenende ein immenses Wachstum beobachten“, so Zdrojewski. Für die Leitungen war damals klar: Das sollte nicht das letzte Zeltlager dieser Art  sein.

Info Wer ein geeignetes Gelände kennt, kann Kontakt aufnehmen per e-Mail an: jrk@drk-kv-viersen.de. Das JRK versucht, seine Projekte mit Spenden und Fördergeldern zu finanzieren, damit jedes Kind daran teilnahmen kann.

(fsch)