In der Rockschicht fanden am Wochenende zwei der drei Vorrunden im Musikwettbewerb „Young Talents“ statt

Viersen : Junge Talente messen sich im Bandcontest

In der Rockschicht fanden am Wochenende zwei der drei Vorrunden im Musikwettbewerb „Young Talents“ statt.

Schon vor der Tür hat sich eine Menschentraube versammelt, Musiker tragen Instrumente in den Backstage-Bereich, und die Jury bereitet sich auf ihre Arbeit vor: Es ist wieder Zeit für den Viersener Bandcontest „Young Talents“. Das Hubert-Vootz-Haus, die Jugendfreizeiteinrichtung „Ett Café“ und die Stadt Viersen, deren Jugendprojekt Young Life den Rahmen des Contests bildet, veranstalten den Wettbewerb gemeinsam.

Für die Stadt war Theresa Stegner neu dabei, die seit September als Projektmanagerin im Fachbereich Kinder und Jugend tätig ist. Bei ihr laufen alle Strippen zusammen. „Young Talents ist eines der größten Jugendprojekte der Stadt Viersen und wird gut angenommen“, sagt die Mitarbeiterin der Stadt. Und das sowohl vom Publikum als auch von den Bands.

Insgesamt 16 Gruppen hatten sich beworben, zwölf von ihnen wurden von der Jury ausgewählt und bekommen die Chance auf einen Auftritt beim Viersener Festival „Eier mit Speck“. Voraussetzungen für die Teilnahme sind ein Durchschnittsalter von maximal 25 und eigene Lieder, die die Bands präsentieren. Da der Wettbewerb mittlerweile weit über Viersen hinaus bekannt ist, wurde der Contest regional geöffnet. Dass die Bands das nutzen, zeigte sich schon am Freitag.

Die weiteste Anreise der Vorrunde am Freitag hatten wohl Parking Lot Flowers aus Köln – doch die hatte sich gelohnt. Mit ihrer Kombination aus Indie-Pop und Soul Songs über persönliche Themen wie Liebe und andere Emotionen schafften sie es auf Platz eins. Besonders stach dabei die Originalität der Band ins Auge, sowohl im Gesang der Sänger Dominik und Claudia als auch in ihrer Performance. So spielten sie einen ihrer Songs akustisch mitten im Publikum und schafften damit einen der eher seltenen ruhigen Momente bei Young Talents.

Eine Chance auf eine erneute Teilnahme am Finale kann sich auch die Pop-Rock-Band Bakali ausrechnen, die am Freitag den zweiten Platz belegte. Schon 2018 stand sie in der Festhalle auf der Bühne. „Für unseren Auftritt in diesem Jahr haben wir uns das Feedback zu Herzen genommen, das wir von der Jury bekommen haben. Wir haben unter anderem mehr Dynamik in unseren Auftritt gebracht“, erklärt E-Gitarristin Pia. Dass man auch alleine das Publikum begeistern kann, hat Vincent Kuhlen alias Vinku aus Wuppertal gezeigt. Mit einer Loopstation ausgestattet, bot der Singer-Songwriter unkonventionellen „Loop-Acoustic-Pop“ und belegte damit den dritten Platz. Procyon Punk spielten sich mit Metal-Einflüssen auf Platz vier.

Am Samstag ging es mit den nächsten vier Bands weiter. Mehr als 100 Menschen waren in die Rockschicht gekommen, um sich Of Heroes and other Villains, Don‘t Call It Dad, Scratch und Abgrund Hoch anzuschauen. Mit Abgrund Hoch spielte nicht nur die letzte Band des Young Talents Wochenendes, sondern auch der Gewinner der zweiten Vorrunde.

Mehr von RP ONLINE