VSF Amern vor dem Heimspiel gegen die SSVg Heiligenhaus

Fußball-Landesliga : Amerner sehen sich in der Pflicht

Auch wenn es für die VSF in der Fußball-Landesliga nicht mehr um viel geht, wollen sie gegen Heiligenhaus mit Blick auf den Auf- und Abstiegskampf alles geben.

Die VSF Amern plagen sich seit Wochen mit Personalproblemen herum. Weil jetzt aber der 1. Mai naht, muss sich Willi Kehrberg vor dem Heimspiel gegen die SSVg Heiligenhaus (Sonntag, 14 Uhr) etwas einfallen lassen. Denn würde der Trainer des Fußball-Landesligisten wie zuletzt Spieler aus der Reserve einsetzen, dürften diese laut Paragraf 11 der Spielordnung des Westdeutschen Fußballverbandes für den Rest der Spielzeit nur noch für die erste Mannschaft auflaufen. Und das ist nicht in Kehrbergs Sinne: „Sie haben die ganze Saison erfolgreich in der Zweiten gespielt und deshalb möchten wir ihnen auch gönnen, die restlichen Partien dort auf dem Platz zu stehen.“

Da passt es gut, dass die Vereinigten Sportfreunde ihre beste Saison seit dem Aufstieg im Jahr 2011 spielen. Der 56-Jährige betonte zuletzt zwar immer wieder, dass seine Mannschaft die Sache daher etwas gelassener sehen könne, auf dem Platz verlangt er aber nicht weniger als vollen Einsatz - und rief daher Platz fünf als Ziel für die restlichen Spiele aus. Mit dem Aufstieg habe man zwar nichts mehr zu tun, trotzdem habe man einen Job zu erledigen. „Alle Mannschaften haben die Pflicht, die Saison zu Ende zu bringen. Auch die Mannschaften, für die es vermeintlich um nichts mehr geht, denn sie haben weiterhin Einfluss auf Auf- sowie Abstieg“, erklärt Kehrberg.

Nach dieser Aussage landet man zwangsläufig bei der SSVg Heiligenhaus, die lediglich vier Zähler vor den Abstiegsplätzen steht. Deren Konkurrenten dürften den Amernern dankbar für so viel Fairplay sein. Aber auch in eigener Sache möchten die VSF die Partie nach Möglichkeit erfolgreich bestreiten: Das Hinspiel ging mit 1:4 verloren.

Zum Personal Ausfälle: Lambertz (verletzt) Mukodaka (langzeitverletzt), Sakai (familiäre Verpflichtung in der Heimat); Einsatz fraglich: Bischoff, Gotzen

Mehr von RP ONLINE