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Fußball: Dank für eine tolle Saison

Fußball : Dank für eine tolle Saison

Mit einem 2:2 gegen TuRa Duisburg verabschiedete sich Union Solingen aus der Saison in der Fußball-Niederrheinliga. Obwohl die Mannschaft einen möglichen Aufstieg bereits vor einer Woche in Homberg verspielt hatte, feierten die Fans die Spieler im strömenden Regen wie Aufstiegshelden.

Es galt gestern Abschied zu nehmen im Stadion am Hermann-Löns-Weg. Bei strömenden Regen, Freibier für die Fans und warmen Worten des Danks vom Vorstand der Union in Form einer Rede des Vorsitzenden Andreas Sonius.

Abschied wurde genommen vom Traum von der Meisterschaft in der Fußball-Niederrheinliga und von einem möglichen Aufstieg — der sportlich erst am vorletzten Spieltag in Homberg wie eine Seifenblase zerplatzt war — wie auch die Hoffnung, die Lizenz für die NRW-Liga zu erhalten.

In erster Linie galt es Abschied zu nehmen von einer von Frank Zilles und Marc Schweiger im Sommer 2008 zusammengestellten Mannschaft, die die Fans über Monate hinweg mit tollem wie erfolgreichen Fußball begeistert hatte und die in dieser Zusammenstellung wohl auch nie mehr auf dem Rasen stehen wird.

Auch wenn sechs, sieben Spieler wohl ihrem ehemaligen Trainer zu TuRU Düsseldorf folgen werden. Und denen sich wohl auch Torhüter Dennis Prostka anschließen wird, der gestern seinen Abschied aus Ohligs verkündete.

Auch die Worte von Trainer Thomas Brdaric nach dem 2:2 gegen TuRA Duisburg zum Saisonabschluss hörten sich stark nach Abschied an: "Wir werden uns diese Woche zusammensetzen und überlegen, ob es Sinn macht, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Grundsätzlich kann ich mir schon vorstellen, weiter zu machen. Aber dafür müssen noch Dinge geklärt werden. Wir sind hier in einem Verein, wo noch viele Rädchen bewegt werden müssen, damit alles zusammen greift."

Auf eine Tendenz für seine nach allen Seiten offenen Entscheidung mochte sich der Sportliche Leiter und Trainer der Union gestern noch nicht festlegen lassen. "Ich schließe nichts aus. Aber man muss ehrlich nicht nur sich gegenüber sein, sondern auch gegenüber dem Verein. Gegen Windmühlen anzukämpfen, macht keinen Sinn." Dann fügt Brdaric noch den Satz an: "Ich hatte die Hoffnung, in die NRW-Liga aufzusteigen".

Geschrumpfter Etat

Wäre dieser Aufstieg geglückt, so war es seit Wochen im Umfeld der Ohligser zu hören, hätte ein Pool von auswärtigen Unternehmern bereit gestanden, den Etat mit einer sechsstelligen Summe aufzustocken. "Für die Niederrheinliga wird nur ein Bruchteil des erhofften Geldes kommen", sagte Brdaric. In der NRW-Liga könne man sich als Unternehmen besser präsentieren. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir also nicht davon ausgehen, dass wir noch einmal eine solch erfolgreiche Saison spielen werden."

Sollte das Trio Thomas Brdaric, Enver Alisic und Dennis Wendling tatsächlich seine Arbeit für die Blau-Gelben beenden, hat der Union-Vorstand einen Notplan ? "Nein. Wir gehen davon aus, dass wir das weiter gemeinsam durchziehen", erklärte Vize Peter Deutzmann.

(RP)