Fußball : Das letzte Spiel

Mit einem Heimspiel gegen TuRa Duisburg verabschiedet sich die Union morgen aus der Saison und von den Fans. Es könnte ein schmerzlicher Abschied werden, denn fast alle Spieler werden den Verein anschließend verlassen.

Union Solingen – TuRa Duisburg (morgen, 15 Uhr, Stadion am Hermann-Löns-Weg). Verwundert zeigte sich Union-Vorsitzender Andreas Sonius gestern angesichts der Äußerungen von Heinz-Leopold Schneider zu den Lizenzentscheidungen des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV). In einem Interview im Reviersport hatte der Vorsitzende des Fußballausschusses die Gründe genannt, warum der Verband Union Solingen, dem VfB Speldorf und SV Schermbeck die Lizenz für die NRW-Liga verweigert hat. Schermbeck habe die Unterlagen zu spät eingereicht, bei Speldorf hätten erforderliche Testate zu den Bilanzen gefehlt und "Solingen hat wirtschaftliche Probleme", so Schneider. "Das möchte ich nicht kommentieren, denn da wir ja Beschwerde gegen den Entscheid eingelegt haben, handelt es sich um ein schwebendes Verfahren." Sonius verweist auf die entscheidende Sitzung des Verbandes über den Einspruch der Union am 16. Juni: "Dann haben wir Klarheit."

Ob Lizenz für die NRW-Liga oder nicht, die sportliche Qualifikation für die fünfte Liga scheint die Union am vergangenen Sonntag mit der 0:1-Niederlage beim VfB Homberg verspielt zu haben. Denn nun sind die Solinger auf Schützenhilfe von TuRU Düsseldorf angewiesen, die morgen beim neuen Tabellenführer Speldorf (76 Punkte/66:23 Tore) antreten müssen. Zeitgleich empfängt die Union (75/67:27) die TuRa aus Duisburg.

Die Niederlage in Homberg schmerzte Andreas Sonius auch gestern noch: "In einem Spiel, in dem man die Chance hat, aufzusteigen, muss man sich anders präsentieren." Trotzdem ist Sonius überzeugt, dass sich die Mannschaft am Sonntag gegen TuRA Duisburg mit einer guten Leistung und einem Sieg aus der Saison und von den Fans verabschieden wird.

Wiedergutmachung für die Fans

Davon geht auch Dennis Wendling aus, der – neben Thomas Brdaric und Enver Alisic – zur neuen dreiköpfigen sportlichen Leitung der Solinger gehört. "Wir haben gegen Duisburg die Chance, die Leistung von Homberg wieder gerade zu rücken und zu beweisen, dass die Niederlage nur ein Ausrutscher war", erklärt Wendling. "Das sind wir den tollen Fans auch schuldig." Man habe das Spiel in der Woche intern aufgearbeitet und nun gelte die Konzentration dem letzten Saisonspiel.

Personell ist Atabej Kaplan aufgrund der Roten Karte in Homberg gesperrt, angeschlagen sind Marc Sesterhenn und Sinisa Nedeljkovic. "Da müssen wir abwarten, wie es Sonntag aussieht", so Wendling.

(RP)