Fußball : Duftmarke aus Stettin

An Pfingsten ist es das jährliche Sportereignis Nummer Eins. Bereits zum 45.Mal veranstaltete der Sportring Höhscheid/Widdert das renommierte A-Junioren-Fußballturnier. Aufregend war es lange, doch eine Mannschaft übte sich als Spannungstöter: Stahl Stettin gewann ohne Gegentor.

An Pfingsten ist es das jährliche Sportereignis Nummer Eins. Bereits zum 45. Mal veranstaltete der Sportring Höhscheid / Widdert das renommierte A-Junioren-Fußballturnier. Aufregend war es lange, doch eine Mannschaft übte sich als Spannungstöter: Stahl Stettin gewann ohne Gegentor.

Hart hat der BV Gräfrath gekämpft, um in der Vorrunde den Einzug ins Finale perfekt zu machen. Auch eine Auftaktniederlage hatte das Team von Trainer Horst Schulten nicht stoppen können. Stahl Stettin ist der Gruppensieg hingegen nicht allzu schwer gefallen. Drei lockere 5:0-Erfolge und ein torloses Unentschieden gegen Union Solingen besiegelten das verdiente Endspiel und die haushohe Favoritenstellung, der die polnische Mannschaft gerecht werden musste.

Das fiel den A-Junioren jedoch nicht schwer. Etwa acht Minuten hatte der BV Gräfrath im Finale noch gut mitgehalten, ehe die Stettiner Profit aus den vielen sich bietenden Gelegenheiten schlugen. Drei Tore binnen vier Minuten beendeten die Gräfrather Träume.

Die Gäste spielten Einbahnstraßenfußball vom Feinsten. Nur zwei Mal tauchten die Solinger überhaupt vor dem gegnerischen Gehäuse auf – ohne jedoch einen Eingriff des gegnerischen Schlussmanns zu erzwingen. Zu massiv, zu undurchlässig und konsequent präsentierte sich die Abwehrreihe des klaren Turniersiegers.

Für die Galerie versenkten die Gäste aus Polen in der zweiten Hälfte noch sehenswert zum 4:0 und 5:0, womit sie ihr Standard-Ergebnis aus der Vorrunde auch im Finale erreicht haben. Ohne Gegentor fährt die Mannschaft zurück in die Heimat und hinterlässt damit eine Duftmarke in Höhscheid, die die anderen neun teilnehmenden Mannschaften so schnell nicht vergessen dürften.

Nach Pogon Stettin 2003 und 2004 holte damit auch Stahl nach 2005 zum zweiten Mal den Titel. "Das ist einfach eine super Mannschaft", gestand Horst Schulten ein. Der Trainer der A-Junioren des BV Gräfrath war jedoch keinesfalls enttäuscht über die verpasste Chance im Finale. "Nach den ersten beiden Stettiner Toren konnten wir das Team leider nicht mehr ärgern. Wir sind zufrieden, dass wir ins Finale gekommen sind."

Auch wenn sich die Zuschauer etwas mehr Spannung vom Endspiel erhofft hatten, so kamen sie dennoch während der Pfingsttage voll auf ihre Kosten. Abgesehen von den Stettiner Auftritten waren die Spiele schließlich heiß umkämpft. Mit den Zuschauerzahlen war Sportring-Vorsitzender Ernst Lauterjung sehr zufrieden: "Das Wetter ist hervorragend. Entsprechend viel ist natürlich los."

03 verliert im Elfmeterschießen

So geriet das Spiel um Platz Drei, das verspätet zum eigentlichen Finaltermin angepfiffen worden war, zum vorzeitigen Höhepunkt der Veranstaltung. Die 1. Sportvereinigung Solingen-Wald 03 war gegen den SV Freiburg in der regulären Spielzeit die bessere Mannschaft. Doch auch die besten Chancen wusste 03 nicht zu nutzen – ein Mal klärte sogar der Pfosten für SVF-Keeper Daniel Peters. Platz Drei sicherten sich schließlich die Gäste, die im Elfmeterschießen das Glück auf ihrer Seite hatten.

(RP)