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Bergischer HC: Zwei Serien können im Kellerduell reißen

Bergischer HC : Zwei Serien können im Kellerduell reißen

Der Bergische HC hat in der Handball-Bundesliga seit neun Spielen keinen Punkt geholt – GWD Minden hat auswärts noch nie gewonnen.

Der Bergische HC hat in der Handball-Bundesliga seit neun Spielen keinen Punkt geholt — GWD Minden hat auswärts noch nie gewonnen.

Ausnahmsweise ist Viktor Szilágyi einmal nicht der erfahrenste Akteur beim Bergischen HC. Zumindest, was eine Serie von neun verlorenen Spielen oder den Abstiegskampf in der Handball-Bundesliga betrifft.

Ruhe und Gelassenheit strahlt der Kapitän trotzdem aus. Gleiches gilt für Max Weiß oder Michael Hegemann, die die Situation im Tabellenkeller hingegen nur zu gut aus ihrer Zeit bei der HSG Düsseldorf kennen. Bange machen vor der Bedeutung der heutigen Heimpartie gegen den TSV GWD Minden ist für den Abwehrchef kein Thema: "Wir wollen nur ein Spiel gewinnen. Punkt."

Die Vorzeichen der unterschiedlichen Erfolgserlebnisse, die auf den ersten Blick für die Dankerser sprechen, entkräftet Michael Hegemann. "Sie haben ihre letzten sechs Heimspiele gewonnen. Aber was haben sie auswärts gerissen ? Nichts. Seit Ewigkeiten." Der einzigen Zähler dieser Saison resultiert vom zweiten Spieltag aus dem Remis bei der TSV Hannover-Burgdorf. "Die, die ihre Nerven am besten im Griff haben, werden dieses Kampfspiel gewinnen", prognostiziert Hegemann.

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In Minden denkt man nicht anders. Auch GWD-Coach Goran Perkovac geht von einem Nervenspiel aus, "weil es für beide Mannschaften um sehr viel geht". Der Vorjahres-Aufsteiger ist zwar auf Tabellenplatz zwölf zu finden, jedoch nur einen Punkt vom Bergischen HC beziehungsweise drei Zähler von HBW Balingen-Weilstetten auf dem ersten Abstiegsplatz getrennt. Den größeren Druck gibt Perkovac an den Kontrahenten weiter: "Wir haben den Vorteil, dass wir nicht unbedingt gewinnen müssen".

Mario Huhnstock gehört zu den wenigen Akteuren aus dem Löwen-Kader, der vor zwei Jahren die Prüfung im Abstiegskampf nicht bestanden hatte. "Die Bonuspunkte, die wir in der Hinrunde gegen Hamburg und Magdeburg geholt haben, holt inzwischen jede Mannschaft. Deswegen kommst du nicht daran vorbei, unbedingt deine Heimspiele gegen die Teams von unten zu gewinnen." Diesbezügliche Ausrutscher wie gegen den VfL Gummersbach oder die HSG Wetzlar nimmt der Torhüter im Vergleich zur ersten Erstliga-Saison gelassener hin. "Wir haben uns damals auf unsere Heimspiele konzentriert, das ist schiefgegangen. Jetzt wollen und können wir in jedem Spiel Punkte holen."

Damit das nach neun Niederlagen in Serie tatsächlich umgesetzt wird, hat Sebastian Hinze in der Trainingswoche versucht, Sicherheit zu vermitteln. "Als Selbstschutz hatten wir beispielsweise die Schnelle Mitte vernachlässigt, weil wir hier viele Fehler erzeugt haben." Weil aber der Positionsangriff an Qualität gewonnen habe, könne wieder häufiger auf dieses taktische Mittel zurückgegriffen werden.

Hinzes Fokus galt nach wie vor der Defensivarbeit. "Denn nur wenn wir das Verhältnis Abwehr / Gegenstoß gewinnen, gewinnen wir auch die Spiele." Gegen GWD Minden kommt noch ein Faktor hinzu: Dalibor Doder. "Wenn wir ihn in den Griff bekommen, haben wir gute Chancen", sagt Hinze. Der schwedische Mittelmann spielt seit Wochen in überragender Form und produziert Tore am Fließband.

Handball-Bundesliga: Bergischer HC — TSV GWD Minden (Samstag, 19 Uhr, Unihalle).

(gra)