Handball: Der Name Gipperich ist in aller Munde

Handball: Der Name Gipperich ist in aller Munde

Der im Sommer aus Wuppertal zum Bergischen HC gewechselte Linkshänder spielt eine überragende Saison – sowohl in der A- als auch in der B-Jugend. Mit dem Handball-Nachwuchs will sich der 16-Jährige in der Bundesliga etablieren.

Der im Sommer aus Wuppertal zum Bergischen HC gewechselte Linkshänder spielt eine überragende Saison — sowohl in der A- als auch in der B-Jugend. Mit dem Handball-Nachwuchs will sich der 16-Jährige in der Bundesliga etablieren.

Julian Bauer beschreibt Brian Gipperich als die positivste Erscheinung der noch laufenden Saison. "Er bringt trotz seines Alters schon ein hohes Maß an Körpereinsatz mit, und er spielt sehr athletisch", sagt der Trainer des A-Jugend-Bundesligisten Bergischer HC. Markus Beu, der Coach der Solinger B-Jugend, sieht in dem 16-jährigen Handballer nicht nur ein großes Talent, sondern auch einen absoluten Stimmungsmacher: "Er ist immer für die lustigen Momente im Training zu haben. Mit ihm wird es nie langweilig, allerdings weiß er sich auch genau zu fokussieren."

Brian Gipperich ist aus beiden Teams nicht mehr wegzudenken. Im jüngeren Oberliga-Team ausschließlich im rechten Rückraum eingesetzt, geht es im älteren Jahrgang auch schon mal häufiger auf den rechten Flügel. "Mir macht beides sehr großen Spaß. Auf eine Position festgelegt habe ich mich auch noch nicht", sagt der Schüler, der im kommenden Jahr am Carl-Duisberg-Gymnasium in Wuppertal sein Abitur machen wird.

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Erst vor sechs Jahren hat es die Familie aus Baden-Württemberg nach Wuppertal verschlagen. Beim TV Sulz ist Brian Gipperich das erste Mal im Alter von fünf Jahren mit dem Handball in Berührung gekommen, wie so häufig waren seine Eltern für den Start verantwortlich. In Wuppertal wurde die junge Karriere beim TV Beyeröhde fortgesetzt. Von dort aus ging es zur JSG Wuppertal, mit der er in der Oberliga erstmals auf sich aufmerksam machte. Markus Beu ist es zu verdanken, dass sich der Spieler schnell für den Bergischen HC entschieden hat. "Ich war einige Male beim Probetraining, das hat mir viel besser gefallen als in Wuppertal. Von daher war der Entschluss schnell gefallen, ich kann mich hier viel besser entwickeln", erinnert sich Gipperich.

Im Handball hat das Riesentalent noch einiges vor. "Natürlich ist es mein Ziel, alles für den Sprung in die Erste Mannschaft des BHC zu tun. Der Weg ist noch lang, aber es wäre ein Traum." Gipperich opfert dafür viel Freizeit. Neben fünf Trainingseinheiten stehen meist zwei Partien pro Wochenende auf dem Programm. In den kommenden Wochen soll jedoch der Schwerpunkt hin zur A-Jugend gelegt werden, um sich für die Aufstiegsrunde zur Bundesliga einspielen. Im Auswahlbereich hat es Gipperich lediglich bis auf Niederrhein-Ebene geschafft.

Für die frühe Endstation hat der Spätstarter eine Erklärung: "Ich habe in der Auswahl nie sonderlich gut gespielt. Von daher war es logisch, keine Berücksichtigung in höheren Teams zu finden." Überraschende Einsicht für einen jungen Himmelsstürmer, der sich auf die Schule konzentriert und alles andere für den Handball hinten anstellt.

(lhep)
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