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HSG Krefeld: „Unnötige Fehler unser Schwachpunkt“

Handball : „Unnötige Fehler unser Schwachpunkt“

Handball-Drittligist HSG Krefeld hat in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga auf den letzten Drücker sein Zwischenziel mit der Teilnahme am Play-off-Viertelfinale erreicht. Trainer Maik Pallach weiß, warum in der Gruppe Süd Platz eins verpasst wurde.

Auch wenn die HSG Krefeld Niederrhein in der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga in der Gruppenphase nicht den erhofften Platz eins erreichte, können sich die Eagles weiter Hoffnung auf die Rückkehr in Liga zwei machen. Das Erreichen des Play-off-Viertelfinals war von der Vereinsführung als Minimalziel ausgegeben worden. Der Aufstieg ist kein Muss, sondern ein gern gesehener Schritt in die richtige Richtung. Allerdings steht vor dem Duell mit dem VfL Hagen noch nicht fest, ob alle angeschlagenen Spieler zur Verfügung stehen.

„Organisatorisch und vom Ablauf her sind die Gruppenspiele sehr gut verlaufen. Sportlich sind wir etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Wir können trotzdem nicht unzufrieden sein, weil das erste Ziel erreicht und damit die Vorgabe erfüllt ist. Alles was jetzt kommt, ist ein Zugewinn“, sagte Geschäftsführer André Schicks am Dienstag.

Nachdem die Mannschaft am vergangenen Sonntag im letzten Gruppenspiel beim TSB Horkheim mit einem verdienten Sieg das Play-off-Ticket auf den letzten Drücker löste, hat Trainer Maik Pallach die sechs Gruppenspiele analysiert. Zunächst stellte er die Rahmenbedingungen heraus, die es überhaupt möglich machten, dass die HSG an dieser Aufstiegsrunde teilnehmen konnte. „Über allem steht, dass wir keinen positiven Coronafall melden mussten. Die Disziplin der Spieler ist vorbildlich. Auch alle im Verein, egal ob Stefan Nippes, André Schicks oder auch die Gesellschafter, die uns immer wieder unterstützen, sorgen trotz des nicht unerheblichen finanziellen Aufwands durch die vielen Corona-Tests dafür, dass wir ohne Probleme wieder Handball spielen können“, erklärte der Coach.

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Sportlich hätte sich Pallach mehr gewünscht als Platz drei: „Das Heimspiel gegen Oppenweiler hätten wir nie verlieren dürfen. Das hat uns alle sehr unzufrieden gemacht.“ Allerdings dürfe nicht vergessen werden, dass die Mannschaft am Sonntag nach zwei Jahren mal wieder ein Auswärtsspiel gewonnen habe.

Die Erwartungen im Umfeld waren sicher groß. Aber Pallach wies am Dienstag im RP-Gespräch nochmal auf die Vorbereitung hin: „Nach vier Test- und sechs Punktspielen, kann man nicht von einem eingespielten Team sprechen. Durch meine Person und den neuen Innenblock hat sich das Gesicht im Februar nochmal deutlich verändert. Da fehlt es etwas an Abläufen und unter Stress-Situationen an Lösungen in kleinen Gruppen.“ Durch die Corona-Umstände sei es auch nicht möglich gewesen, den Teamgeist noch mehr zu fördern: „Wo soll das herkommen?. Alles was normalerweise in einer Vorbereitung dazugehört, wie zum Beispiel Grillabende oder Turniere, gab es nicht. Schon im Sommer war es nicht richtig möglich, eine eingeschworene Gemeinschaft zu fördern.

Mit Kritik spart der Coach aber trotzdem nicht: „Von der Rückraumlinks-Position kam bis auf das Spiel in Willstätt für eine Drittliga-Mannschaft zu wenig. Ein weiterer Schwachpunkt waren unnötige technische Fehler, die noch nicht mal von Gegner erzwungen wurden. So haben wir dem Gegner fast in jedem Spiel mindestens fünf Tore geschenkt. Da müssen wir uns auch mit Blick auf die neue Saison deutlich verbessern.“

Von seinen Spielern lobte Pallach besonders Carlos Marquis: „Wie er mit seinen 20 Jahren in der Rolle des Spielgestalters Verantwortung übernommen hat, ist schon sehr gut. Man kann sich in gewissen Punkten auf ihn verlassen. Auch unsere Kreisläufer machen ihre Sachen sehr gut.“ Für den Coach ragte auch Maik Schneider heraus, der die meisten Treffer des Teams erzielte: „Er genießt es in seinem Alter jetzt richtig, nochmal Handball zu spielen.“