Solingen: Konzert-Reihe „Nachtlicht“ geht in ihre vierte Auflage

Konzertreihe „Nachtlicht“ : „Zukunftsmusik“ in St. Engelbert

Die Konzert-Reihe „Nachtlicht“ geht in ihre vierte Auflage – mit Musik von Chören und einer Band in der beleuchteten Kirche.

„Mehr als nur ein Konzert“ sollte die jungen Chöre der katholischen Pfarreiengemeinschaft Mitte-Nord zusammenführen, erklärt Bettina Chumchal von der Katholischen Jugendagentur Wuppertal. Und so widmet sich die gemeinschaftlich organisierte Reihe „Nachtlicht“ stets Themen, die die Zuhörer zum Nachdenken anregen.

In der diesjährigen Auflage geht es am Freitag, 29. November, um „Zukunft“. Damit ist nicht etwa nur das neue Kirchenjahr gemeint, das am selben Wochenende mit dem 1. Advent beginnt: Vielmehr nehmen die Organisatoren Veränderungen in Gesellschaft, Kirche und auf dem Planeten insgesamt in den Blick. „Alle Lieder sind darauf abgestimmt“, erklärt Chumchal.

„Es macht uns immer viel Freude, uns mit dem jeweiligen Thema auseinanderzusetzen“, ergänzt Franziska Nowak, die ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der katholischen Jugendagentur leistet und als Solistin unter der Leitung von Maren Riegel im Chor „JuST MiNor“ – das steht für „Junge Stimmen Mitte Nord – singt. Der ist in der Konzert-Reihe ebenso mit von der Partie wie der Jugendchor „InTime“, den wiederum Regionalkantor Michael Schruff betreut. Er hatte einst die Idee für die Veranstaltungen, die bisher im Frühjahr stattfanden. Das habe auch aus terminlichen Gründen diesmal nicht funktioniert, erklärt Gemeindereferent und Mit-Organisator Konrad Meyer, der selbst musikalisch aktiv ist. Aber auch die dunkle Jahreszeit eigne sich hervorragend für die Veranstaltung. Eine Lichtperformance soll dem Innenraum der Kirche St. Engelbert eine ganz besondere Atmosphäre verleihen.

Ergänzt wird der Chorgesang durch eine Band, geistliches Liedgut durch aktuelle Klänge. Was die Veranstaltung aber von einem reinen Konzertabend abhebt, sind die inhaltlichen Impulse durch gesprochene Texte. „Es ist fast wie eine Art Gottesdienst“, sagt Bettina Chumchal. Allerdings nur fast. „Man kann seinen Gedanken nachhängen“, sagt Konrad Meyer, „und sich später bei einer Grillwurst oder einem kühlen Getränk austauschen.“ Denn ein Zelt auf dem Außengelände der Kirche lädt die Besucher auch nach der eigentlichen Veranstaltung zum Verweilen ein.

In den vergangenen Jahren erwies sich „Nachtlicht“ als Erfolg – mit Zuhörern aller Generationen in der vollbesetzten Kirche. „Wir sind offen für jeden“, betont Bettina Chumchal, „auch über Religionsgrenzen hinweg.“