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Solingen: Bauphase verlängert sich bis Ende Februar 2021

Umbau im ehemaligen Globus-Gebäude : Sparkasse und Rewe-Markt in Ohligs eröffnen erst 2021

Der ambitionierte Zeitplan kann nicht eingehalten werden. Der Grund für die Verzögerung liegt vor allem in der vielschichtigen Tragwerksplanung.

Der Zeitplan war ambitioniert gewählt. Zu ambitioniert, wie sich jetzt herausstellt: Die neue Geschäftsstelle der Stadt-Sparkasse in Ohligs samt REWE-Markt im ehemaligen Globus-Gebäude ist nun nicht wie zunächst geplant im Herbst dieses Jahres fertig, die Bauphase verzögert sich voraussichtlich erst Ende Februar 2021. Damit ist ein Eröffnungstermin im ersten quartal des kommenden Jahres wahrscheinlich. „Aufgrund unerwarteter statischer Schwierigkeiten verzögert sich die Bauphase“, erklärt der Vorsitzende des Vorstandes der Stadt-Sparkasse Solingen, Stefan Grunwald.

Bauen im Bestand sei immer eine besondere Herausforderung, die oft ungeplante Überraschungen mit sich bringt. „Manche Details kommen trotz sorgfältiger Planung erst zum Vorschein, wenn die Bauarbeiten bereits laufen und die ersten Flächen freigelegt sind“, erklärt Grunwald.

Der Grund für die Verzögerung liegt vor allem in der vielschichtigen Tragwerksplanung und den unvorhergesehenen Anforderungen an die Bewehrung und den Abriss. Das führt zu einem Zeitverlust bei den Rohbauarbeiten, wodurch auch der Kran, der aktuell inmitten des Gebäudes platziert ist, länger als geplant stehen muss. Dadurch verschieben sich wiederum die anschließenden Folgearbeiten. „Uns war von vornherein bewusst, dass die Immobilie eine komplexe Struktur aufweist und der Umbau entsprechend anspruchsvoll wird. Zwischenzeitlich wurden aber für alle Fragestellungen zielführende Lösungen gefunden, um die notwendige Qualität sicherzustellen“, so der Sparkassen-Chef.

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Mit unter dem Dach des Kreditinstitutes an der Düsseldorfer Straße / Lennestraße in Ohligs ist ein REWE-Markt, entstehen wird eine kleine Mall, zudem bietet eine Tiefgarage rund 95 Stellplätze. „Die Fassade des Hauses wird neu gestaltet“, sagt Peter Breuer. Der Ingenieur koordiniert die Bauarbeiten der Stadt-Sparkasse in dem in den frühen 1980er-Jahren erbauten Haus. „Rohbautechnisch ist das hier eine ganze Menge Arbeit. Zwischenzeitlich haben wir auch einige Überraschungen erlebt“, so Breuer Mitte Dezember vergangenen Jahres.

Betonwände wurden herausgenommen, Löcher für die Lichtdächer des Atriums herausgehoben. „Konstruktiver Abbruch“ nennt Peter Breuer die Rohbauarbeiten. Zumal auch alte Förderbänder aus dem Gebäude entfernt wurden, ebenso Decken.

5500 bis 6000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche stehen im alten Globus-Haus in direkter Nähe zum Marktplatz auf zwei Etagen zur Verfügung. Die Sparkasse hatte das Haus erworben. Der Rewe-Markt wird eine Fläche von 2000 bis 2200 Quadratmetern beanspruchen. Im Erdgeschoss werden ein SB-Bereich und die Geschäftsstelle Ohligs untergebracht. In der ersten Etage werden Beratungsplätze vorgehalten. Für die Geschäftsflächen an der Lennestraße im Erdgeschoss sollen im ersten Quartal 2020 neue Mieter gesucht werden. In der ersten und zweiten Etage sowie im Dachgeschoss werden dort unter anderem Büro- und Praxisflächen entstehen.

Rund 20 Millionen Euro investiert das Kreditinstitut in die neue Geschäftsstelle Ohligs. Wird die zusammen mit dem REWE-Markt im nächsten Jahr eröffnet, soll dies zu einer deutlichen Belebung des Ohligser Marktes führen.