Solingen: Arbeitslosenquote unter acht Prozent

Solingen : Arbeitslosenquote unter acht Prozent

Die Konjunktur boomt und trägt den Arbeitsmarkt nachhaltig mit: Im September verzeichnete die Agentur für Arbeit mit 7,7 Prozent erstmals seit Jahren wieder eine Erwerbslosenqoute von unter acht Prozent. Gegenüber August sank die Quote um 0,4 Prozentpunkte, insgesamt wurden im September 268 Jobsuchende weniger gezählt. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres sogar 824 weniger. Im September 2010 betrug die Arbeitslosenquote noch 8,7 Prozent. "Mit ein Grund für den Rückgang der Arbeitslosigkeit ist neben der Konjunktur der Ausbildungsbeginn am 1. September", erklärt Ute Ackerschott, Leiterin der Agentur für Arbeit.

Weniger Jobsuchende unter 25

Sowohl die Agentur als auch das Jobcenter (Hartz-IV-Behörde) haben gleichermaßen zu den positiven Zahlen beigetragen. Vor allem bei den unter 25-Jährigen war ein großer Rückgang zu verzeichnen. Bei dieser Personengruppe reduzierte sich die Zahl der Jobsuchenden binnen Monatsfrist um 95 auf jetzt 680.

Insgesamt 1652 Jobsuchende werden derzeit von der Arbeitsagentur und 4610 vom Jobcenter betreut. Im Vergleich zum August haben die Arbeitgeber zwar weniger offene Stellen gemeldet, mit 371 neuen Bewerbungsmöglichkeiten sei die Anzahl aber immer noch bemerkenswert hoch, erklärt Ute Ackerschott. Im Bestand haben die Arbeitsvermittler derzeit noch 1109 Jobs. Seit Januar dieses Jahres wurden 3567 Stellen gemeldet, das waren gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres 550 mehr.

Gesunken ist im Berichtsmonat auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen, und zwar um 47 auf 2625 Frauen und Männer. Gegenüber dem Vorjahr ist aber auch hier ein Rückgang von 310 Personen oder gut zehn Prozent zu verzeichnen. "Solingen liegt mit dem Rückgang der Zahlen insgesamt im Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen", sagt die Chefin der Arbeitsagentur.

Kurzarbeit gibt es gleichwohl immer noch. 61 Betriebe, überwiegend Metallverarbeiter und Werkzeugbauer, nutzen weiter das Kurzarbeitergeld. Das waren gegenüber August 14 weniger, zudem sind in den Betrieben auch weniger Mitarbeiter betroffen.

(RP)
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