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Rhein-Kreis Neuss: Arbeitslosenquote geht im April 2021 leicht zurück

Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss : Arbeitslosenquote geht im Rhein-Kreis leicht zurück

Es gibt einen Mutmacher. Das ist eine zentrale Botschaft, die sich aus den aktuellen Arbeitsmarktzahlen ableiten lässt, die die auch für den Rhein-Kreis Neuss zuständige Agentur für Arbeit Mönchengladbach am Donnerstag vorgelegt hat.

Zwar verharrte die Arbeitslosigkeit im Rhein-Kreis Neuss infolge der Corona-Pandemie auf hohem Niveau. Aber Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mönchengladbach, betont: „Eine leichte Frühjahrsbelebung hat es dennoch gegeben.“ Zum einen ist die Arbeitslosenquote leicht zurückgegangen – im Rhein-Kreis Neuss um 0,1 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent (März: 6,2 Prozent; April 2020: 5,7 Prozent). Zum anderen hat laut Schoofs die Zahl neu gemeldeter Stellen den zweithöchsten Wert seit Pandemie-Beginn erreicht.

Insgesamt 1138 neu gemeldete Stellen waren es im April im Agenturbezirk, also dem Rhein-Kreis und Mönchengladbach, und damit 62 mehr als im Vormonat und 713 mehr als vor einem Jahr, als es gerade zum bundesweit ersten Lockdown gekommen war. 1121 der gemeldeten Stellen waren sozialversicherungspflichtig, 952 unbefristet zu besetzen. Insgesamt gibt es 4451 freie Stellen im Bestand, davon 4373 sozialversicherungspflichtig und 3940 unbefristet. Gesucht werden Mitarbeiter vor allen in den Bereichen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung, Verkehr und Logistik sowie Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung. Das teilt die Agentur für Arbeit mit.

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Nach drei Monaten Stagnation ist die Arbeitslosenquote im Rhein-Kreis nun erstmals seit Dezember wieder gesunken. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke wertet dies als Zeichen für „die Stabilität der heimischen Unternehmen und die Richtigkeit der vielen Unterstützungsangebote von Bund, Land und Kommunen“. In allen drei Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Kreis sank die Arbeitslosenquote im April um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat – in Neuss auf 6,5 Prozent (April 2020: 6,1 Prozent), in der Geschäftsstelle Dormagen auf 5,7 Prozent (April 2020: 5,4 Prozent) und in der Geschäftsstelle Grevenbroich auf 5,1 Prozent (April 2020: 4,8 Prozent). Zur Geschäftsstelle Neuss zählen Neuss, Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch, zur Geschäftsstelle Grevenbroich neben Grevenbroich auch Jüchen und Rommerskirchen, die Geschäftsstelle Dormagen umfasst nur die Stadt Dormagen.

Weiterhin hilft die Kurzarbeit, die Corona-Folgen abzufedern. Aktuell liegen die Zahlen für November 2020 vor. Im Rhein-Kreis rechneten 1596 Betriebe für 9284 Beschäftigte Kurzarbeit ab. Die Zahl der neu angezeigten Kurzarbeit nahm zuletzt ab.

(abu)