Solingen: Verfolgte Künste: Lösung ist in Sicht

Solingen : Verfolgte Künste: Lösung ist in Sicht

Bisher klemmt es bei der Garantieerklärung, die der Landschaftsverband Rheinland als Hauptgeldgeber von der Stadt zur dauerhaften Sicherung des Zentrums für verfolgte Künste verlangt und die Solingen angesichts der katastrophalen Haushaltslage nicht abgeben kann und darf.

Doch hier zeichnet sich jetzt eine Lösung ab, nach der Solingen eine "dingliche Absicherung ohne zusätzliche Zahlungsverpflichtung" abgibt. Beim Landschaftsverband, so erklärte Fabian Kesseler vom Büro des Oberbürgermeisters gestern im Kulturausschuss, prüfe man derzeit diese neue Möglichkeit der Absicherung.

Schon in wenigen Tagen soll ein Ergebnis vorliegen. Kesseler sieht durchaus die Möglichkeit, dass im Rat am 13. Oktober ein abstimmungsfähiger Vorschlag gemacht werden kann zur "Gründung der Gesellschaft ,Zentrum für verfolgte Künste'".

Doch auch aus Berlin kommen gute Nachrichten. Dort wird im Rahmen der Diskussion über eine Gedenkstätte auch Solingen ins Spiel gebracht. Oberbürgermeister Norbert Feith hat Solingens Bemühungen um die Verfolgten Künste nicht nur dokumentiert und nach Berlin geschickt, er hat auch die Stadt als möglichen Standort ins Spiel gebracht. "Der Oberbürgermeister hat die Bereitschaft der Stadt Solingen erklärt, Standort eines nationalen Zentrums für verfolgte Künste zu sein", berichtet Fabian Kesseler.

Thema nicht kaputtreden.

Dorothee Daun (SPD) erinnerte die Kulturausschussmitglieder daran, dass man das Thema nicht kaputtreden dürfe, auch wenn man allen Grund habe, sauer darüber zu sein, wie es bislang gelaufen sei. Sebastian Haug (CDU) wäre froh, wenn es eine Absicherung gegenüber dem Land ohne zusätzliche Zahlungsverpflichtungen geben könnte. Auch Manfred Krause (Grüne) begrüßt, dass Bewegung in das Thema gekommen ist. "Vielleicht kann dann auch die Diskussion anderer Standorte etwas eingedämmt werden", sagt Krause.

(RP)
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