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Rommerskirchen: U3-Plätze fürs Sonnenhaus

Rommerskirchen : U3-Plätze fürs Sonnenhaus

In dem Rommerskirchener Kindergarten sollen sechs neue Betreuungsplätze für Kleinkinder entstehen. Und zwar möglichst zügig. Bis September muss der Umbau abgeschlossen sein. Das ist jetzt im Rat besprochen worden.

Monate lang musste gebangt werden, mittlerweile ist der Bewilligungsbescheid für neue U3-Plätze in der Kindertagesstätte Sonnenhaus im Rathaus eingegangen. Dezernent Elmar Gasten zeigte sich jetzt im Gemeinderat erleichtert: "Wir sind froh, dass wir in die Förderung gekommen sind." Gasten zufolge soll so schnell wie möglich mit dem Umbau für eine fünfte Gruppe begonnen werden. Der Bauantrag sei noch am selben Tag gestellt worden, an dem die Bezirksregierung den Zuschuss bewilligt hat.

Möglich wurde die zeitweise kaum noch für möglich gehaltenen Förderung, als NRW-Familienministerin Ute Schäfer im November eine Härtefallregelung getroffen hatte, nachdem der Zuschussantrag für das Sonnenhaus Monate lang auf Eis gelegen hatte. Erst sollten Kommunen gefördert werden, die bei der U3-Betreuung noch hinter dem Rommerskirchener Standard hinterher hinken, lautete im Sommer zunächst das Argument des Landesjugendamts.

Insgesamt stellte die Landesregierung 170 Millionen Euro für 1300 Härtefälle zur Verfügung. Angesichts von zu erwartenden Gesamtkosten in Höhe von 302 000 Euro wurde für das Sonnenhaus eine Förderung von 252 000 Euro bewilligt. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 28 000 Euro. Was die dann noch verbleibenden 22 000 Euro angeht, sind dies nicht anerkennungsfähige Kosten: Die Gemeinde will hier beim Rhein-Kreis Neuss einen 50-prozentige Förderung beantragen.

Durch den geplanten Umbau sollen zusätzlich zu den acht bereits bestehenden U-3-Plätzen sechs neue entstehen. Betreut werden sie in einer Gruppe für Zwei-bis Sechsjährige. Im Sonnenhaus wird ein neuer Gruppenraum angebaut, der mit der Giebelseite in nördliche Richtung weist und komplett mit einer Glasfassade ausgestattet ist. Aus dem bisherigen Personalraum wird ein Schlafraum und auch der Hygiene- und Sanitärbereich muss für die Kleinkinder neu gestaltet werden. Gebaut werden muss überaus zügig: Bis zum 15. September muss das Projekt abgeschlossen sein, ansonsten droht eine Rückzahlung des Zuschusses.

Zum 1. Oktober soll die neue Gruppe dann ihren Betrieb aufnehmen können. Angesichts der Erfahrungen beim Umbau des Ansteler Kindergartens Abenteuerland dürfte bei den Verantwortlichen erhöhte Wachsamkeit herrschen, um den Termin einhalten zu können. Dort wurde mehr als ein Jahr lang gearbeitet, wobei die ursprünglich ins Auge gefasste Dauer um fast sechs Monate überschritten worden war. Ob es in Rommerskirchen schneller geht? "Wir hoffen es sehr", zeigt sich Elmar Gasten optimistisch, dass diesmal das Zeitfenster nicht gesprengt wird.

(NGZ/rai)