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Rommerskirchen: Diesel verschmutzt Gillbach

Rommerskirchen : Diesel verschmutzt Gillbach

Auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs an Haus Leusch bei Ramrath-Villau ist gestern Diesel in die Gillbach gelaufen. Grund könnte ein defekter Ölabscheider sein. Eine Spezialfirma musste den Fluss reinigen.

Eine unbestimmte Menge Diesel ist gestern vom Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs an Haus Leusch nahe der K 31 in die Gillbach gelaufen. Grund könnte ein defekter Ölabscheider im Verbindungsrohr zwischen Gillbach und einem Abflussschacht auf dem Gelände gewesen sein. Mithilfe eines schweren Saugwagens reinigte eine Spezialfirma das Wasser an der Eintrittsstelle.

Die Rommerskirchener Feuerwehr war mit insgesamt zwölf Einsatzkräften und vier Wagen angerückt. Die Gillbach wurde mit einer orangefarbenen Plastikplane, einer so genannten Ölsperre, an der K 31 und in Langwaden gesperrt.

Aufgefallen war der ölige Film auf der Gillbach bei Langwaden. Gegen 14.40 Uhr war die Grevenbroicher Feuerwehr alarmiert worden. "Als wir bei der Erkundung feststellten, dass der Ölfilm aus der Nachbargemeinde kommt, haben wir sofort die Rommerskirchener Kollegen alarmiert", sagt der Grevenbroicher Feuerwehr-Einsatzleiter Detlev Schwerdtner. Auch die Untere Wasserbehörde und Umweltbeauftragter Norbert Wolf waren vor Ort. "Wir haben auf dem Wasser Bindemittel aufgetragen und schöpfen zurzeit mit großen Kellen den Film von der Oberfläche", schildert Schwerdtner am späten Nachmittag. "So viel Diesel war es aber nicht", sagt Michael Kühn, Einsatzleiter der Feuerwehr Rommerskirchen gegenüber der NGZ. In dem Abflussschacht schimmerte auch am Nachmittag die schmierige Flüssigkeit. Das Rohr wurde später mit einem Hochdruckreiniger gesäubert.

Der Leiter des Kreisumweltamts, Norbert Clever, befürchtet keine nennenswerten Schäden für die Umwelt oder Gefahren für die Bachbewohner. "Die ausgelaufene Menge ist eher gering gewesen", bestätigt auch er den allgemeinen Eindruck der Hilfskräfte vor Ort. "Die Lage war durch das beherzte Eingreifen aller Helfer zum Glück schnell beherrschbar", sagt er.

(NGZ)