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Rommerskirchen: Riesenparty im "Gürzenich"

Rommerskirchen : Riesenparty im "Gürzenich"

Schützen und Männergesangverein sind in Vanikum auch die Karnevalisten. Mit ihrem "Rheinisch-Karnevalistischen Abend" erzielten sie erneut einen Riesenerfolg im prall gefülltem "Vanikumer Gürzenich".

Mit dem im vergangenen Jahr von Peter-Alois Küx lancierten Gerücht, womöglich werde der "Rheinisch-Karnevalistische Abend" fortan ja in der Köln-Arena gefeiert, wurde es zwar nichts. Dennoch hatte der Scherz einen realistischen Kern, hat doch der "Vakemer Fasteleer" einen Aufschwung genommen, den auch der Präsident der St. Hubertus-Schützen noch vor wenigen Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Das Schützenhaus an der Hauptstraße war proppevoll und auch das Programm hatte es bei der achten Auflage der Karnevalsparty in sich.

"Es ist wesentlich einfacher, den Karneval zu organisieren als ein Schützenfest", zeigte sich Küx überzeugt, der in Robin-Hood-Montur als Conferencier durch den Abend im "Vanikumer Gürzenich" führte. Immerhin: Für das Spektakel nehmen die Organisatoren nach wie vor keinen Eintritt, "das Bier gibt es zu zivilen Preisen", so Küx, und die gute Stimmung brächte besonders das jüngere Publikum mit. Dabei waren natürlich auch die Oberhäupter der Jecken vom Gillbach: Die Karnevalsgesellschaft Rut-Wieß Rommerskirchen war mit ihrem Kinderprinzenpaar Tobias Meisen und Lea Röttgen und ihren Tanzgruppen vertreten. Nach deren mit viel Beifall bedachtem Auftritt boten auch die Tänzerinnen der Ansteler "Burgritter" eine Kostprobe ihres beachtlichen Könnens. Naturgemäß länger als das Prinzenpaar hielt es das Dreigestirn der "Burgritter" aus: Prinz Stefan Schäben, Bauer Philipp Schäben und Jungfrau "Andrea" André Scholz erwiesen sich als überaus standfest und feierten mit den Vanikumer Narren bis in die späte Nacht hinein.

In seiner Paraderolle als "Ne komische Hellije" glänzte der Kölner Büttenredner Peter Kolb. Die aus einem ehemaligen Ansteler Dreigestirn hervorgegangenen "Fressköpp" trieben das Stimmungsbarometer weiter in die Höhe. Zu den unbestrittenen Stars des Abends wurden dann indes die "Kölsche Römer". Frontmann Markus Schnitzler, Schlagzeuger Ralf Cremer, Keyboarder Detlef Cremer und Gitarrist Anton Lechleiter trafen mit ihrem Mix aus eigenen und gecoverten Songs den Nerv des Publikum. Insbesondere einigen tanzwütigen jungen Damen war es zu verdanken, dass mit einem halben Dutzend Zugaben der "Nachschlag" länger ausfiel als das eigentliche Programm der Vanikumer Lokalmatadoren.

Zu später Stunde würzte dann das "Vanikumer Rumpelstilzje" das närrische Treiben mit einer gehörigen Portion Lokalkolorit. Haiko Schäben hatte einmal mehr den im vergangenen Jahr angefallenen Dorfklatsch auf einige besonders verwertbare Filetstücke hin gesichtet.

(NGZ)