Öffentliche Wege und Plätze als "Hundeklos"

Verunreinigung öffentlicher Wege in Rommerskirchen: Gasten appelliert an die „Vernunft der Tierhalter“

Die Verunreinigung öffentlicher Wege, Plätze und Parkanlagen durch Hundekot und Pferdedung sorgt in jüngster Zeit für zunehmenden Ärger. Rathaussprecher Elmar Gasten spricht von „Ausreißern“, doch die nehmen offensichtlich zu.

„Durch die Gedankenlosigkeit einiger weniger Besitzer laufen Hunde unbeaufsichtigt im Bereich von öffentlichen Straßen und Wegen und verrichten dort ihr ,Geschäft’, wo andere Mitbürger eigentlich ohne ständig auf unliebsame Hinterlassenschaften der Hunde achten zu müssen, ihres Weges gehen möchten“, sagt er. Auch Pferde entleerten sich zunehmend häufiger auf öffentlichen Flächen. Die Verwaltung will es zunächst bei einem „Appell an die Vernunft der Tierhalter“ belassen und bittet diese, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere im öffentlichen Verkehrsraum zu beseitigen. Dafür stünden an zahlreichen Stellen im Gemeindegebiet Kotbeutelspender und Abfalleimer zur Verfügung.

Die Rechtslage ist eindeutig: Aufgrund der geltenden ordnungsbehördlichen Satzung der Gemeinde hat „derjenige, der auf Verkehrsflächen oder in Anlagen Tiere, insbesondere Pferde und Hunde, mit sich führt, die durch die Tiere verursachten Verunreinigungen unverzüglich und schadlos zu beseitigen.“

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„Wer dieser Verpflichtung nicht nachkomme, verhält sich ordnungswidrig und kann mit einem Bußgeld belegt werden“, sagt Gasten. „Da ein Hund ein Gewohnheitstier ist, kann man diesen so erziehen, dass er sich an seinen üblichen Platz gewöhnt. Diesen Platz sollte jedoch der Hundehalter und nicht der Hund auswählen“, so der Rathaussprecher weiter. Auch sollte der Hund nicht aus Mangel an Zeit oder Lust zur Verrichtung seines „Geschäfts" allein auf die Straße geschickt werden - was gleichermaßen ordnungswidrig sei, wie Gasten betont.

(S.M. )