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Adventskalender in Rommerskirchen Leben einhauchen

Initiative in Rommerskirchen : Dem Adventskalender Leben einhauchen

Eine Initiative will in Rommerskirchen trotz Corona-Pandemie für vorweihnachtliche Stimmung sorgen. Dazu sollen sich Menschen melden, die ihre Fenster festlich dekorieren, damit andere vorbeikommen können, um sie sich anzuschauen. Natürlich alles Corona-konform

Dass das Weihnachtsfest wegen der Corona-Pandemie nicht so werden kann, wie in den Jahren zuvor, das ist schon jetzt klar – auch wenn erst am Mittwoch in Berlin verkündet werden soll, welche Maßnahmen über den 30. November hinaus ergriffen werden sollen, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. Doch unabhängig von diesem Datum macht sich der Rommerskirchener Thomas Gulentz mit einigen Mitstreitern schon seit längerem Gedanken darüber, wie es gelingen kann, trotz der vielen negativen Nachrichten rund um das Virus vorweihnachtliche Stimmung in die Gemeinde zu bringen. Ab nächster Woche soll das mit dem ersten lebendigen Adventskalender in Rommerskirchen versucht werden.

„Die Idee ist nicht neu, so etwas gibt es in anderen Städten und Gemeinden schon seit vielem Jahren. Ich bin im Internet darauf gestoßen und will einfach mal probieren, wie es bei uns ankommt“, erklärt Gulentz. Hinter einem lebendigen Adventskalender verbirgt sich das Konzept, dass sich für jeden Tag der Adventszeit ein Teilnehmer findet, der ein Wohnungs-/Hausfenster, Schaufenster, Garagentor oder Carport weihnachtlich gestaltet. Zu einer vereinbarten Zeit sollen sich dann interessierte Menschen dort treffen, um sich zu unterhalten, gemeinsam zu singen und/oder etwas zu trinken und essen.

Thomas Gulentz ist klar, dass das in der ursprünglichen Form wegen Corona nicht möglich sein wird. Das hat ihm auch das Ordnungsamt schon mitgeteilt, als er dort anrief, um seine Idee vorzustellen. Doch ganz verabschieden will er sich bei allen möglichen Schwierigkeiten nicht von der Grundidee. „Unser Fokus liegt natürlich darauf, alle Bestimmungen einzuhalten und keine unnötigen Risiken einzugehen“, betont Gulentz, „wir werden täglich über die genaue Vorgehensweise bei den Fenstern entscheiden.“

Fest steht jetzt schon, dass etwa auf gemeinsames Singen und das Trinken von Glühwein und Kakao verzichtet wird. Stattdessen sollen die jeweiligen Gastgeber vor allem für Kinder Tütchen mit Leckereien bereitstellen. Auch könnten Menschenansammlungen verhindert werden, indem Besuche am jeweiligen Tag zeitlich entzerrt werden. Sollte auch das alles nicht möglich sein, soll es auf jeden Fall mit Hilfe von Fotos und Videos eine Verbreitung im Internet geben. Sogar ein eigener YouTube-Kanal soll eingerichtet werden.

Dass ein solch emotionales Thema auch digital funktionieren kann, hat Thomas Gulentz schon bei Sankt Martin erfahren. Denn schon da stieß er an, anstelle der ausfallenden Martinszüge möglichst viele Fenster in Rommerskirchen thematisch zu schmücken und bekam reichlich Resonanz über das ganze Gemeindegebiet hinweg. „Das hat mich motiviert, auch in der Adventszeit mal etwas anderes auszuprobieren“, sagt Gulentz.

Und auch dieses Mal sind die Rückmeldungen ermutigend. 15 von 24 Adventstagen Tage sind schon besetzt. Neben Privathaushalten machen zum Beispiel auch die beiden Jugendzentren „GIL’ty“ und „JUST-in“, eine Offene Ganztagsschule und die evangelische Kirche in Rommerskirchen mit. Wobei Gulentz betont, dass es keine Obergrenze geben wird. Sollten sich mehr als 24 Teilnehmer melden, gebe es eben manchmal mehrere Anlaufpunkte – was wiederum zu Coronazeiten für eine Entzerrung sorgen würde.

Info Wer Interesse hat mitzumachen, kann sich über die Internetseite www.lebendiger-adventskalender-rommerskirchen eintragen. Geplant ist, dass der jeweilige Gastgeber zwischen 18 und 19 Uhr zur Verfügung steht.