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Kaarst: Johanniter-Stift erhält Corona-Schnelltests

Kaarster Seniorenzentrum : Johanniter-Stift erhält Corona-Schnelltests

Die Mitarbeiter haben eine Einweisung bekommen, wie die „Point-of-Care“-Tests funktionieren. Einrichtungs-Leiter Michael Fritsch erklärt. dass die Handhabung „kein Hexenwerk“ sei.

Markus Fritsch, Einrichtungsleiter des Johanniter-Zentrums, klingt erleichtert: „Am Mittwoch erhalten wir Schnelltests in ausreichender Menge, um alle Bewohner, Mitarbeiter und Gäste testen zu können“, sagt er auf Anfrage unserer Redaktion. Und das werden sehr viele Personen sein: Im Zentrum leben 150 Bewohner, hinzu kommt dieselbe Anzahl an Mitarbeitern und einige Gäste – Fritsch geht von mindestens 300 Tests pro Woche aus und hat 400 bestellt, um über einen gewissen „Puffer“ für Ausnahmesituationen zu verfügen.

Diese so genannten „Point-of-Care“-Tests (POC) sind einfach zu handhaben. In den vergangenen zwei Wochen durchliefen alle Mitarbeiter des Johanniter-Zentrums eine Schulung zwecks korrekter Anwendung der Test-Kits. Als Ärzte kamen der Kaarster Allgemeinmediziner Ulrich Theisen und die Betriebsärztin Tanja Klein-Kohlstette zum Einsatz. Nachdem sich die ersten Mitarbeiter getraut hätten, die Tests an den Kollegen durchzuführen, war das Eis schnell gebrochen, so Fritsch. Er freut sich, dass die Schulungen „eigentlich ganz gut“ geklappt haben und dass jeder nun weiß: Das ist kein Hexenwerk. Die Mitarbeiter seien positiv überrascht gewesen, wie schnell alles ablief und wie gut die Aufgaben zu bewältigen waren. In der ersten Woche seien 50, in der zweiten 100 Testkits verarbeitet worden. Die Erfahrung: Pro Test braucht man für Auswertung und Dokumentation zwanzig bis dreißig Minuten. Bis jetzt waren alle Testergebnisse negativ. Im Falle eines positiven Resultats müsse sofort ein PCR-Test (Polymerale Kettenreaktion) beim Gesundheitsamt durchgeführt werden. Eine klare Corona-Diagnose wird umgehend benötigt, um weitere Maßnahmen einleiten zu können.

Die Erfahrung zeigt aber auch: „Es gibt einen sehr ordentlichen Zeitaufwand“, weiß Markus Fritsch, um die wöchentlichen Testungen durchzuführen. Dazu brauche man schlichtweg mehr Personal. Es soll auf teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter zurückgegriffen werden, die dann mehr Arbeitsstunden leisten könnten. Außerdem klärt sich in dieser Woche, ob die Mitarbeiter insgesamt noch mehr Unterstützung brauchen. Trotz aller Herausforderungen beschreibt Fritsch die Stimmung im Johanniter-Zentrum als „gut“. Alle Beteiligten seien konzentriert am Werk, um die Corona-Pandemie zu meistern. Ansonsten gilt weiterhin: Besucher werden einem strengen Monitoring unterzogen und nur beschwerdefreie Besucher sind nach den AHA-Regeln (Abstand, Hygienemaßnahmen, Alltagsmaske) willkommen. Hat jemand Erkältungssymptome, soll er sie lieber zu Hause auskurieren.