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Rommerskirchen: Landesbetrieb Straßen fällt unsichere Bäume

In Rommerskirchen : Landesbetrieb Straßen fällt Bäume

Das Entfernen von Bäumen, das haben nicht zuletzt die teils heftigen Reaktionen auf die Fällungen Anfang des Jahres am Strategischen Bahndamm gezeigt, ist in der Gemeinde ein heikles und emotionales Thema.

Doch ganz ohne geht es in der Regel nicht. In diesen Tagen werden wieder Bäume in Rommerskirchen entfernt – nach Angaben der Behörden, weil sie den Verkehr gefährden.

An der scharfen Kurve der B 477 in Richtung Eckum sind die Arbeiten nach Angaben der Gemeinde gerade abgeschlossen worden. Nun geht es in Gill am Ortsteingang (B477 von Niederaußem kommend) weiter. Dort muss vorübergehend eine Ampel aufgestellt werden, damit die Baumfällungsarbeiten sicher vonstatten gehen können.

Zuständig für die Maßnahmen ist der Landesbetrieb Straßenbau (Straßen.NRW). Die Behörde weist darauf hin, dass sämtliche Bäume überprüft worden seien. Und: „Es wurden nur diejenigen gefällt, die die Verkehrssicherheit tatsächlich gefährden“, heißt es in einer von der Gemeinde verschickten Pressemitteilung. Betroffen seien vor allem Bäume, die von der Rußrindenkrankheit befallen waren, Bäume mit toten Kronen sowie mehrstämmige Bäume, die drohten, auseinander zu brechen.

 Die Maßnahme werde ohne Beteiligung der Gemeinde vom Landesbetrieb Straßen.NRW durchgeführt, der sich dazu mit dem Kreis abgestimmt habe. Der Landesbetrieb setze auf „natürliche Bestockung“, also Aufforstung, die das Landschaftsbild in absehbarer Zeit wieder besser aussehen ließen. Wer dazu Fragen hat, kann sich an den Baumsachverständigen der Straßenmeisterei in Wevelinghoven wenden. Dieser hat sich bereit erklärt, detailliert Auskünfte zu den Arbeiten zu geben (02181 28570).

Unterdessen hofft die Gemeinde, dass die Bauarbeiten am Strategischen Bahndamm, wo viele Bäume fallen mussten, im Frühjahr 2021 beginnen können. Dann sollen Brückenanschlüsse hergestellt und neue Wege angelegt werden. Eigentlich sollten die Arbeiten früher starten, doch nach Auskunft des Amts für Planung, Gemeindeentwicklung und Mobilität war „eine sehr zeitintensive Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf“ nötig. Denn es werden immer noch Kampfmittel aus Kriegszeiten gefunden. Möglichst noch im Herbst 2021 will die Gemeinde mit der Anpflanzung von Schwarzpappeln und der Anlage von Ackersäumen beginnen. Parallel dazu könnten derzeit nicht als Wald genutzte Flächen aufgeforstet werden.