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Neues Buch zum historischen Wanderpfad in Nettesheim-Butzheim

Heimatverein in Rommerskirchen : Neues Buch beschreibt historischen Wanderpfad Nettesheim-Butzheim

Die Idee ist schon rund 30 Jahre alt, doch scheiterte lange an der Finanzierung. Die Interessengemeinschaft „Heimat + Historie NE - BU 962“ klemmte sich dahinter und schloss das Projekt ab. Eine neue Publikation beschreibt, was es zu entdecken gibt.

Als die Interessengemeinschaft „Heimat + Historie NE - BU 962“ im März 2017 auf der Bildfläche erschien, formulierten die Gründungsmitglieder unter anderem als Vereinszweck, sich für die Förderung und Erhaltung der Heimatpflege und Heimatkunde einzusetzen. Genau das ist dem Verein mit seiner jüngsten Publikation gelungen. Mit dem Buch „Historischer Wanderpfad – Nettesheim-Butzheim“ wird ein Beitrag zum Erhalt der Geschichte des Doppeldorfes geleistet.

Wobei es die Idee des historischen Wanderpfades schon länger gibt. Bereits Anfang der 1990er Jahre sorgte SPD-Politiker und Heimathistoriker Paul-Rolf Essel dafür, dass eine entsprechende Idee zum ersten Mal im Kulturausschuss auf die Tagesordnung  kam. Unter der Mitarbeit des Historikers Josef Schmitz konnten insgesamt 39 Gebäude und Anlagen ermittelt werden, die in die engere Wahl für Aufnahme in den historischen Wanderpfad kamen. Dass bis 2005 dann nur noch wenig passierte, hatte auch finanzielle Gründe. Erst Peter Emunds, bis 1999 langjähriger Gemeindedirektor und Bürgermeister griff den Plan wieder auf, doch letztlich scheiterte eine Fertigstellung wieder an den Finanzen.

Nach seiner Gründung schaltete sich zügig der Heimatverein ein und kümmerte sich um die Finanzierung.  Mit Hilfe eines Crowdfunding-Projekts der VR-Bank und zahlreicher Spenden konnte das Projekt schließlich gestemmt werden, „Wir haben die anfängliche Idee aufgenommen und verfeinert“, erklärt Walter Giesen von der Interessengemeinschaft. Bevor sich die Vereinsmitglieder unter der Federführung von Archivar Mathias Holz daran machten, aus den gesammelten Fakten und Geschichten ein Buch zu erstellen, wurden mit Hilfe von Landesmitteln in Höhe von 2000 Euro zunächst Bänke angeschafft und entlang des Pfades aufgestellt.

Letztlich sind es 41 Stationen geworden, an denen Wanderer oder Spaziergänger in die Geschichte des Doppeldorfes eintauchen können. Darunter zum Beispiel die Stelle, an der der Neusser Bildhauer Anatol den in den 1930er Jahren unter die Erde verlegten Gillbach wieder an die Oberfläche holte, oder die Stelle an der Dorflinde, wo einst Rübenkraut produziert wurde. Das alles füllt 220 Seiten im DIN A5-Format. „Wir haben darauf geachtet, dass es handlich ist und gut mitgenommen werden kann“, sagt Walter Giesen. Das Buch ist kostenlos im Bürgerbüro der Gemeinde zu bekommen.