Lokalsport: Keine Medaillen für deutsche Säbelfechter

Lokalsport: Keine Medaillen für deutsche Säbelfechter

Im Mannschaftwettbewerb der Junioren-WM in Verona unterlagen beide Teams schon im Viertelfinale.

Nach Platz drei durch Säbelfechter Raoul Bonah (TSV Bayer Dormagen) in der Einzelkonkurrenz der Junioren-Weltmeisterschaften hatte der in Verona als Delegationsleiter der deutschen Equipe eingesetzte TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald noch gut gelaunt festgestellt: "Endlich eine Medaille! Raoul hat den ganzen Tag sensationell gefochten." Im Mannschaftswettbewerb lief es nicht ganz so gut. Für die beiden deutschen Teams endete der Traum von einer Medaille schon im Viertelfinale.

Bei den Junioren stiegen die in Italien an Position drei gesetzten Raoul Bonah, Frederic Kindler (TSG Eislingen), Sebastian Blatz und Louis Haag (beide FC Tauberbischofsheim) mit einem Freilos ein. In der Runde der besten 32 bezwangen die Jungs von Bundestrainer Dan Costache (Dormagen) Slowenien mit 45:17. Auch beim 45:28 im Achtelfinale über die Ukraine gab es keine Probleme. Im Viertelfinale gegen Großbritannien (Nummer 6 der Setzliste) lag Deutschland zunächst mit 20:15 vorne, geriet dann mit 29:35 ins Hintertreffen und machten es am Ende spannend: Im letzten Gefecht gelang es Bonah gegen James Edwards, mit einem 7:4-Lauf den von ihm übernommenen 37:40-Rückstand zu egalisieren. Mit dem Treffer zum 45:44-Sieg brachte Edwards die Briten ins Halbfinale, wo sie den Russen mit 23:45 unterlagen.

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Den Costache-Schützlingen blieb dagegen nur die Platzierungsrunde um die Ränge fünf bis acht, in die sie mit einer 44:45-Niederlage gegen Frankreich starteten. Diesmal nahm Bonah den entscheidenden Hieb von Maxime Pianfetti, den er im 32er-Tableau des Einzelwettbewerbs noch mit 15:12 geschlagen hatte. Im Gefecht um Rang sieben gelang mit dem 45:34-Sieg über Polen ein versöhnlicher Abschluss.

Bei den Juniorinnen zogen Larissa Eifler (TSV Bayer Dormagen), die die Einzelkonkurrenz am Mittwoch auf Platz acht abgeschlossen hatte, Julika Funke, Lisa Gette und Madeleine Becker (alle FC Würth Künzelsau) mit einem 45:25 über die Niederlande ins Viertelfinale ein. Dort lag das in der Setzliste an Position fünf geführte Team des Deutschen Fechter-Bundes gegen Korea vor der letzten Runde mit 40:37 vorne. Ausgerechnet Larissa Eifler gab das Duell mit Asienmeisterin Yewon Jo mit 2:8 ab - die 42:45-Niederlage beendete alle Medaillenhoffnungen. In der Platzierungsrunde zog Deutschland sowohl gegen Japan (41:45) als auch gegen Bulgarien (42:45) den Kürzeren. Das ergab im Endergebnis den achten Rang.

(NGZ)
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