Korschenbroich : Kaiser's wird jetzt KiK

Ins Hannen-Center kommt Schwung: Aus Kaiser's wird KiK und der Blumenladen wird zum Geldinstitut. Zudem wird die Tiefgarage für alle geöffnet. Ziag-Prokurist Uwe von Oppenkowski ist zufrieden. Er spricht von "Vollvermietung".

Dort, wo bis Mitte April die Kunden noch Gemüse, Obst und Lebensmittel in den Einkaufswagen legten, gibt es künftig Pullis, Blusen, Hosen und Wäsche für alle Altersgruppen — und das in einem günstigen Preissegment. KiK heißt der neue Mieter im Hannen-Center. Der Bekleidungs-Discounter hat jetzt mit der Eigentümerin, der Ziag-Immobilien AG, einen Mietvertrag für fünf Jahre abgeschlossen, mit der Option auf weitere fünf Jahre. Das bestätige gestern Uwe von Oppenkowski (56) auf NGZ-Anfrage.

Der Ziag-Prokurist ist für das Hannen-Center zuständig. Wenn sich auch die Vertragsunterzeichnung mit dem Bekleidungs-Filialisten aus Urlaubsgründen etwas verzögert hat, ist er bestens gelaunt: "Wir haben einen Partner gefunden, der sich auf fünf, vielleicht sogar zehn Jahre an Korschenbroich bindet."

Für Uwe von Oppenkoswski ist der Textiler ein Kundenmagnet. "Der Discounter tut dem Branchen-Mix der Korschenbroicher Innenstadt gut", ist er überzeugt. Die offizielle Übergabe erfolgt zum 1. August. Bereits gestern wurde in dem leerstehenden Ladenlokal mit einer Verkaufsfläche von 890 Quadratmeter das Aufmaß für die Wandverkleidung und die Inneneinrichtung genommen.

Zum Eröffnungstermin konnte die KiK-Pressesprecherin Beatrice Volkenandt noch nichts Konkretes sagen. Uwe von Oppenkowski rechnet mit Anfang September. Und auch bei der Raiffeisenbank Grevenbroich, die mit ihrer Niederlassung von der Hindenburgstraße ins Hannen-Center wechselt, gibt es erst eine Grobplanung. "Wir haben den Umzug für Anfang Oktober geplant", wollte sich Marketing-Leiterin Tanja Steitz noch nicht auf den Tag festlegen lassen.

Fest steht hingegen, dass die Umbauarbeiten in dem ehemaligen Blumenladen zum 1. August beginnen. Die Raiffeisenbank will dort dann das bisherige Angebot mit Kundenberatung, zwei Büros, Geldautomaten, Kontodrucker und der Schließfachanlage anbieten. "Wir müssen auch einen Statiker hinzuziehen", weiß von Oppenkowski mit Blick auf den Spezialeinbau der Tresor-Anlage. Zudem wird der jetzige Eingang vom Innenhof nach außen verlegt. Davon verspricht sich der Ziag-Prokurist eine noch bessere Wahrnehmung und eine höhere Kundenfrequenz.

"Das wird eine runde Sache", lautet die Prognose des 56-Jährigen. Um dem Ganzen noch ein "Sahnehäubchen" zu verpassen, will die Ziag AG den Innenhof und die Tiefgarage zum Parken öffnen. "Wir stehen mit der Stadtverwaltung in engem Kontakt", hofft Uwe von Oppenkowski auf eine zeitnahe Zusage. Danach werden zwei Drittel der Tiefgarage und der komplette Innenhof fürs Parken mit Parkscheibe für die Dauer von zwei Stunden freigeben: "Kostenfrei versteht sich."

(NGZ/rl)