Korschenbroich : Kabarett-Reihe in der Aula

Der Comedian Ingo Appelt und Konrad Beikircher sind die bekanntesten Künstler, die bei der Kabarett-Reihe in der Aula des Gymnasiums auftreten. Die Karten werden ab dem 25. November verkauft – und sind meist rasch vergriffen.

Männer haben es schon lange geahnt, in der Damenwelt ist es ohnehin längst Gewissheit: "Frauen sind Göttinnen, wir können nur noch beten". Der Satz stammt nicht von Alice Schwarzer, sondern von einem, dem man das so nicht unbedingt zugetraut hätte: Ingo Appelt. Der eigentlich für derbere Sprüche bekannte Comedian zählt zu den Künstlern, die im kommenden Jahr bei der Kabarett-Reihe in der Aula des Gymnasiums gastieren. Der Vorverkauf für die fünf Veranstaltungen beginnt am Freitag, 25. November, 18.30 Uhr, im Vorraum der Aula. Im Abo kosten die Karten 90 Euro.

Die Karten sind in der Regel schnell vergeben. "Im vergangenen Jahr waren sie nach 45 Minuten verkauft", sagt Kulturamtsleiterin Michaele Messmann. Daher gibt es jetzt eine Neuerung: Pro Person werden maximal vier Abos ausgegeben. So soll mehr Bürgern, die sich auf dem Weg zum Vorverkauf machen, die Chance auf Karten gegeben werden. Die NGZ gibt einen Überblick über die Künstler und ihre Auftritte in Korschenbroich:

Rena Schwarz begibt sich in ihrem Programm "Jung? Attraktiv. . . und übrig" auf die Suche nach dem Traumprinzen. Klar, dass die gebürtige Bielefelderin dabei durch die wirren Weiten der wilden Single-Welt muss. Immer wieder stellt sich die Frage: Wenn der moderne Mensch das Erwachsensein schon durch ewige Jugend ersetzen möchte – wie soll das aussehen? Rena Schwarz sucht die Antwort.

Erstes Deutsches Zwangsensemble Claus von Wagner, Mathias Tretter und Philipp Weber haben zusammen 37 Kleinkunstpreise gewonnen – und zeigen als Trio mit "Die letzte Tour" ihr Können. Dabei geht es zu den neuralgischen Punkten des Planeten: in die afrikanische Steppe, auf afrikanische Biobauernhöfe, in die Weiten Hessens.

Konrad Beikircher kehrt nach einigen Jahren wieder nach Korschenbroich zurück. Der Nicht-Rheinländer, der längst zum Ehren-Rheinländer ernannt werden könnte, guckt in "Schön ist es auch anderswo" Sachsen, Schwaben und Bayern auf den Mund – und ergründet, "wie die dat denn machen, dass sie so sprechen, wie sie sprechen".

Ingo Appelt galt lange als Enfant terrible der Comedy-Szene. Doch jetzt gibt er sich geläutert, kürzlich war er Gast in der TV-Politsatire-Show "Neues aus der Anstalt". In seinem Bühnenprogramm "Göttinnen" knöpft er sich die Herren der Schöpfung vor, die mit ihrem Irrglauben, das starke Geschlecht zu sein, Schluss machen sollten.

Jens Neutag gibt sich "Schön scharf" – und das heißt: politisch. Der gebürtige Remscheider nimmt sich Regierung und Opposition vor. Längst ist er bundesweit bekannt.

(NGZ)
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