Korschenbroich: Stiftung: Mehr Kapital und neue Ziele

Korschenbroich : Stiftung: Mehr Kapital und neue Ziele

Die Bürgerstiftung "Für Korschenbroich" arbeitet an einer Broschüre mit Informationen zu Baudenkmälern und Naherholung in Korschenbroich. Gebäude sollen Tafeln erhalten, die über die Geschichte der Bauten informieren. Die Stiftung hat zudem den Zustiftungsmarathon gewonnen.

Wenn es um Korschenbroichs Baudenkmäler geht, wäre dieser Mann ein guter Telefonjoker: Hermann Buchkremer. Der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung "Für Korschenbroich" hat kürzlich das neue Projekt "Unterwegs in Korschenbroich" vorgestellt. Dahinter verbirgt sich eine Broschüre, die über sehenswerte Baudenkmäler und Naherholungsziele in der Stadt informiert.

Kleine Tafeln sollen auf den Baudenkmälern zudem über die Geschichte dieser Gebäude informieren. Dafür will die Bürgerstiftung Bruderschaften und Schützenvereine sowie Heimatfreunde mit ins Boot holen. "Die erste Reaktion war positiv", meint Hermann Buchkremer.

Jetzt wartet der 71-Jährige auf die endgültigen Rückmeldungen der Vereine. "Im Februar dürften sie vorliegen", sagt Buchkremer. Dann weiß die Stiftung, wie sich die Vereine positionieren, ob sie Änderungsvorschläge haben und wie sie sich an der Umsetzung beteiligen. Klar ist: Nicht alle Baudenkmäler werden mit Plaketten versehen. "Sollten sie in Privatbesitz sein, müssen ja auch noch die Eigentümer zustimmen." Die Broschüre samt Denkmaltafelaktion soll einen Spaziergang zu einem historischen Rundweg werden lassen, aber auch Freizeitstätten umfassen – eine Art kultureller Naherholungsratgeber.

Er ist die nächste große Aktion der Bürgerstiftung. Sie zeichnet sich unter anderem durch eine jährliche Prämierung der Abschlussbesten an den weiterführenden Schulen Korschenbroichs, die Unterstützung einer Projektwerkstatt an der Hauptschule sowie eine Buchaktion in den Grundschulen ("Lesen lernen – leben lernen") aus. Hinzu kommt die Vergabe des Matthias-Hoeren-Preises.

Gegründet wurde die Bürgerstiftung vor vier Jahren. Doch nicht nur die Umsetzung der Broschüre sowie die Anbringung der Denkmaltafeln hat der Vorstand derzeit im Blick. Bis zum Jahresende soll das Stiftungskapital die 150 000-Euro-Marke knacken. "Momentan sind wir noch knapp darunter", sagt Buchkremer. "Aber wir sind auf einem guten Weg." Das liegt auch daran, dass die Bürgerstiftung den Zustiftungsmarathon der Sparkasse Neuss gewonnen hat – und damit den Preis von 2500 Euro. Dafür hatten 28 namentliche Stifter und 100 weitere Stifter gesorgt, die 23 245 Euro zusammenbrachten. Das konnte keine der sieben anderen Bürgerstiftungen im Rhein-Kreis Neuss übertrumpfen.

(NGZ/rl)
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