Korschenbroich: Förster klagt über Müll und Unrat im Wald

Korschenbroich : Förster klagt über Müll und Unrat im Wald

Der in Kürze zu erwartende Lagebericht zum Zustand des Waldes in NRW wird ein nicht übermäßig erfreuliches Bild zeichnen.

Die Stadt Korschenbroich ist laut Christoph Zebunke vom Regionalforstamt Niederrhein jedoch wegen seiner besonderen Struktur nicht betroffen: "Wir brauchen uns um den Stadtwald keine Sorgen zu machen", lautet das Fazit von Zebunke. Ihm zufolge sei der Stadtwald "eine Besonderheit".

Wenig erfreulich ist der Befund von Forstoberinspektor Stefan Thoneick: "Es gibt immer noch erhebliche Verschmutzungen innerhalb des Stadtwalds." Für die Entsorgung von Müll und Unrat sieht der Forstwirtschaftsplan wie schon in diesem Jahr wieder einen Betrag von 3000 Euro vor. Insgesamt geht der Plan für 2012 von Gesamtkosten von etwas mehr als 53 000 Euro aus. Der Erlös für den Holzverkauf wird auf 22 000 Euro geschätzt, so dass sich ein Zuschussbedarf von etwas über 31 000 Euro ergibt.

Wie der neue Forstwirtschaftsplan für 2012 deutlich macht, wird ein Gutteil der Arbeit des Forstamtes weiterhin darin bestehen, Pappeln zu fällen: Die erreichen ein durchschnittliches Lebensalter von 50 Jahren, wurden nach dem Krieg en masse gepflanzt und werden bereits seit Jahren wieder entfernt. Im kommenden Jahr etwa sollen entlang des Trietbachs im Bereich des Abschnitts von der Pescher Straße bis zur Kleingartenanlage weitere 50 Pappeln abgeholzt werden.

Gezählt sind auch die Tage der Pappeln entlang der Wirtschaftswege Wasserweg und Vogtstraße. Sie sollen durch 120 Eschen-Hochstämme ersetzt werden. Natürlich wird es auch andernorts keinen Kahlschlag geben, geht es doch Christoph Zebunke zufolge nicht zuletzt auch darum, "die Artenvielfalt zu erhöhen": Zur Wiederaufforstung verwendet das Forstamt standortgerechte Edellaubhölzer, wobei die konkrete Wahl auch durch die Beschaffenheit des jeweiligen Bodens beeinflusst wird. Im Bereich der Auskiesung von Cemex geht es vorzugsweise um Roterlen, in Steinhausen kommen Stieleichen, Hainbuchen sowie Buchen zum Zug.

(NGZ/rl)
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