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Handball: Noch fehlt es dem Neusser HV an der nötigen Konstanz

Handball : Noch fehlt es dem NHV an der nötigen Konstanz

In der Handball-Regionalliga gewinnt der Neusser HV gegen den HC Weiden deutlich mit 31:24. Bestnoten für Paul Dreyer im Tor, Til Klause und Aaron Jennes.

Die Formkurve des Handball-Regionalligisten Neusser zeigt schon seit Wochen deutlich nach oben, auch wenn sich die Mannschaft nicht immer für ihre Leistung belohnte. Anders am Samstag, als der NHV den HC Weiden mit 31:24 (Halbzeit 14:10) abfertigte.

Vor 200 begeisterten Zuschauer beim Comeback in der Sporthalle Hammfeld – die A-Jugend war komplett anwesend und sorgte für eine lautstarke Unterstützung – legten die Schützlinge von Trainer Gilbert Lansen einen glänzenden Start auf das Parkett. Dabei erwischte Torhüter Paul Dreyer einen absoluten Sahnetag. Gelang es der starken Neusser Deckung einmal nicht, den Wurf eines Gäste-Angreifers zu verhindern, war dieser sichere Beute von Dreyer. „Das war unglaublich, was der Paul da gehalten hat“, freute sich Lansen. „Gefühlt hat er in dieser Phase überhaupt keinen Treffer kassiert.“ Einer war es dann aber doch, was der Zwischenstand von 6:1 belegt.

Aber nicht nur Dreyer wusste zu überzeugen. Einen bärenstarken Auftritt legte auch Regisseur Til Klause hin. Gleichgültig, was Weiden auch versuchte, er hatte stets die richtige Idee, wie dagegen zu agieren war. Hinzu Kam dann noch ein tolles Tempospiel mit vielen sogenannten einfachen Toren und das Zusammenspiel mit den Kreisläufern. Während Aaron Jennes, der zu besten Torschützen an diesem Tag zählte, immer wieder glänzend freigespielt wurde, sorgten Daniel Küpper-Ventura und Eric Böhnke mit geschicktem Stellungsspiel und guten Sperren für Freiräume, die die Neusser Rückraumspieler dann zu nutzen wussten.

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Was Lansen allerdings bereits im Vorfeld dieser Partie bemängelte, trat auch gegen Weiden erneut auf. Es fehlt der jungen Mannschaft noch an Konstanz. Immer wieder leistet sich das Team unerklärliche Schwächephasen und Unkonzentriertheiten. So packte die Abwehr plötzlich nicht mehr richtig zu und zwei Siebenmeter-Strafwürfe wurden gar neben das Gäste-Tor geworfen.

Ein fast identisches Bild in der zweiten Halbzeit: Die Hausherren spielten den Gegner zunächst an die Wand, hatten einen 7:2-Lauf und verfielen dann erneut in alte Muster. Urplötzlich, aus nicht nachzuvollziehbaren Gründen, riss der Faden erneut. Der NHV agierte fast kopflos, ehe der Trainer mit einer Auszeit für die Feinjustierung sorgte. „Ich will die Leistung der Mannschaft überhaupt nicht schmälern“, so Lansen, „aber wir hätten bereits zur Halbzeit höher führen müssen. Wenn am Ende ein Sieg mit zehn oder 15 Toren Differenz rausgekommen wäre, hätte sich Weiden keinesfalls beschweren können. Jetzt heißt es, gut zu trainieren, dann haben wir nach dem freien Wochenende das Nachholspiel gegen Siebengebirge.“