Fussball : Pook beendet Engagement bei der SVG

Kreisliga A: Ralf Dicken soll vorerst als Interimstrainer bei der SVG übernehmen und das Team beim Kellerduell gegen den TSV Norf coachen. Die Kaarster Reserve erhält mit Stojkovic ihren Ex-Übungsleiter und Wunschkandidaten.

Es sind gerade einmal fünf Spieltage in der Fußball-Kreisliga A absolviert, da gibt es bereits zwei Trainerwechsel. Nach der SG Kaarst II hat auch die SVG Weißenberg einen Tausch des Mannes an der Seitenlinie vorgenommen.

Mit altem Bekannten zurück in die Spur. Die Zweitvertretung der SG Kaarst musste sich nach dem 0:8-Debakel gegen die SG Rommerskirchen/Gilbach notgedrungen nach einem Ersatz umschauen. Trainer Gregor Hermann zog sich freiwillig zurück. Nach dem Gespräch zwischen Abteilungsleiter Reinhard Heich und der Mannschaft steht nun fest: Pedrag Stojkovic soll den Feuerwehrmann spielen. Erst im Sommer hatte Stojkovic als Trainer der dritten Mannschaft aufgehört. „Die Mannschaft hat sich Peter gewünscht, jetzt bekommt sie Peter. Wir haben uns am Donnerstag mit Peter und dem Mannschaftsrat zusammengesetzt und ein paar Dinge besprochen, er hat mir dann am Freitagmorgen signalisiert, dass er zur Verfügung steht“, erklärte Heich. Stojkovic begründete seine schnelle Rückkehr wie folgt: „Ich habe mir Sorgen um den Verein und die Mannschaft gemacht, es gab in letzter Zeit genug negative Schlagzeilen.“ Zudem habe sich die Mannschaft intensiv um ihn bemüht. Für die kommenden Wochen hat er sich auch schon Ziele gesetzt: „Wir müssen die Abwehr stabilisieren, Selbstvertrauen erlangen und den Spaß am Fußball zurückgewinnen.“ Erster Gegner wird die zweite Garde des SC Kapellen. Allerdings dämpft Heich die Erwartungen: „Ich hoffe, dass die Mannschaft mit Peter wieder stabiler wird. Man soll jetzt aber keine Wunderdinge erwarten.“ Das Engagement gilt allerdings vorerst auch nur bis zum Ende der Hinrunde.

Übergangslösung. Ebenfalls aufgehört hat Trainer Dirk Pook bei der SVG Weißenberg. Die Trennung erfolgte nach der 0:4-Pleite gegen Novesia am Sonntag und wurde im Laufe der Woche publik. „Der Impuls, sich zu trennen, kam schon vom ihm. Der Zeitpunkt ist ein bisschen unglücklich vor dem Spiel am Sonntag“, wirkte Abteilungsleiter Reinhold Krieg nicht ganz glücklich mit der Entscheidung. Trotzdem sagt er: „Wir sind im Frieden auseinander gegangen.“ Als Pook Ende der Rückrunde für sechs Spiele übernommen und die Mannschaft zum sicheren Klassenverbleib geführt hatte, war die Welt noch in Ordnung. Doch in der neuen Spielzeit gewann die SVG kein einziges Spiel und steht mit null Zählern am Tabellenende. „Wir hatten einen großen Personalwechsel. Die Zeit hat nicht ausgereicht, das zu reparieren“, erklärte Pook den katastrophalen Saisonstart. Als Übergangslösung hat Weißenberg nun den ehemaligen Spieler Ralf Dicken geholt. Er wird von seinem ehemaligen Mitspieler Mario Woschytzki unterstützt. Dass der Einbruch etwas mit dem Abgang der Rittmann-Brüder zu tun habe, verneinte Krieg deutlich: „Das hat nichts damit zu tun. Wir haben weiterhin genug Qualität im Kader.“ Am Sonntag steht jetzt das Kellerduell beim TSV Norf auf dem Plan. Das Punktekonto der Norfer ist ebenfalls noch leer. Allerdings hatte Norf auch ein extrem schweres Auftaktprogramm, da war eine solche Bilanz fast schon zu erwarten. Dafür geht die Saison jetzt nun richtig los und der TSV ist gefordert. Co-Trainer Murat Dursun, der den im Urlaub weilenden Chefcoach Fabian Nellen vertritt, sagt: „Wir wollen jetzt unbedingt die drei Punkte holen.“ Einen Einfluss auf sein Team hat die Unruhe beim Gegner in seinen Augen nicht: „Der Trainerwechsel spielt gar keine Rolle.“ Er will sich darauf konzentrieren, das „Heimrecht zu nutzen“.

BV Wevelinghoven - FC Zons 5:3 (2:2). Dem FC Zons ergeht es ähnlich wie der SG Rommerskirchen/Gilbach nach dem Abstieg in die Kreisliga A: Er kommt einfach nicht in die Spur. Gegen den BV Wevelinghoven reichten die Tore von Niko Baum (2) und Marvin Müdder nicht aus. Anderson Oghwoghwe, Alexander Kring, Fabian Gerresheim, Benedikt Klasen und Milton Soares-Lamas schossen Wevelinghoven zum dritten Sieg im fünften Spiel. Der BVW reiht sich damit auf Rang sieben ein. Für Trainer-Neuling Tim Bernrath ein gelungener Start.

Die weiteren Partien des Wochenendes. Die DJK Novesia empfängt zu Hause den SV Rosellen. Aufsteiger Neukirchen/Hülchrath bekommt es vor heimischem Publikum mit der SVG Grevenbroich zu tun und die Sportfreunde Vorst müssen beim TuS Hackenbroich ran. Die Tormaschine 1. FC Grevenbroich-Süd trifft auf seinen Ex-Trainer Peter Hanschmann und den VdS Nievenheim II und Neuling Hoisten reist nach Rommerskirchen.