Ringen : Konkordia will an der Tabellenspitze bleiben

Ringer-Oberligist KSK Neuss hat gegen die Sperre für Olimjon Kholikov Einspruch eingelegt.

Olimjon Kholikov wird nicht dabei sein, wenn der KSK Konkordia Neuss am heutigen Samstagabend (19.30 Uhr) im Trainingszentrum am Nordpark den TKSV Bonn-Duisdorf zum zweiten Heimkampf dieser Saison in der Oberliga Rheinland erwartet.

Der junge Ringer, der sonst in der Klasse bis 75 Kilogramm im griechisch-römischen Stil antritt, erhielt nach seiner Roten Karte beim 27:9-Sieg über die RG Hürth/Rheinbach am vergangenen Wochenende eine Sperre aufgebrummt. „Wir haben dagegen Einspruch eingelegt,“ sagt KSK-Ehrenvorsitzender Hermann J. Kahlenberg. Kholikov sei von seinem Gegner Tim Stoll durch mehrere Kopfstöße provoziert worden, habe sich nur dagegen gewehrt. Jetzt wird es zu einer Verhandlung vor dem Verbandsrechtsausschuss kommen, bei dem es auch um den anschließenden „Mattensturm“ durch, wie Kahlenberg sagt, „unbekannte Zuschauer“ geht. Hier droht Neuss ebenso wie den Gästen eine Geldstrafe. Vorsitzende der ersten Instanz ist Nina Kahriman – sie hieß mal Englisch und war eine Weltklasseringerin, ihr Bruder Mirko stieg zu Bundesliga-Zeiten auch für den KSK auf die Matte. Der Vorsitzende der zweiten Instanz heißt übrigens Hermann J. Kahlenberg.

Gerungen wird auch, und da sieht der Ehrenvorsitzende den KSK im Duell zweier Ex-Bundesligisten in der Favoritenrolle. „Aber Bonn ist unberechenbar“, sagt er über die noch sieglosen Gäste, die sich dem AC Mülheim klar (8:35) und der RG Hürth/Rheinbach (18:22) knapp geschlagen geben mussten. Für Kholikov wird Samuel Bellscheidt sein Saisondebüt geben, was den Tabellenführer nicht unbedingt schwächer macht. Der will die Spitzenposition halten, auch wenn sie im ungünstigsten Fall zur „Aufstiegspflicht“ in die Bundesliga führt.

Im Vorkampf (18 Uhr) hofft die Zweitvertretung gegen den RC Ehrenfeld auf den zweiten Saisonsieg. Auf seinen ersten hofft der AC Ückerath, der in der Bezirksliga um 19.30 Uhr den KSV Oberhausen in der Turnhalle der Nievenheimer Gesamtschule erwartet.